21.12.2011 | Verwalter

Hochtief-Immobilientochter Aurelis wird nicht am Stück verkauft

"Große Transaktionen sind im jetzigen Kapitalmarktumfeld schwieriger geworden", sagte Hochtief-Chef Frank Stieler der Financial Times Deutschland (Mittwoch). Die Immobilientochter Aurelis könne möglicherweise nicht am Stück verkauft werden.

Die aktuelle Finanzmarktkrise sei nicht nur Grund für die kürzlich gemeldeten Verzögerungen beim geplanten Verkauf der acht Flughafenbeteiligungen von Hochtief, darunter Düsseldorf, Athen und Sydney. Auch Aurelis, mit rund 1.300 früheren Bahn-Objekten teils in besten Innenstadtlagen, müsse vor diesem Hintergrund eventuell häppchenweise verkauft werden.

"Wir haben bei Aurelis einen großen Grundstücksbestand, den wir heute schon an Projektentwickler abverkaufen", sagte Stieler. "Diesen Prozess könnten wir beschleunigen und auch in einzelnen Paketen verkaufen, wenn es sinnvoll erscheint." Aurelis sei für einen Verkauf als Ganzes oder in Teilen gut vorbereitet.

Der gehäufte Abgang von führenden Managern im Gefolge der Mehrheitsübernahme durch den spanischen Konkurrenten ACS schadet aus Sicht von Stieler dem Geschäft unterdessen nicht. "Die Handlungsfähigkeit von Hochtief war nie beeinträchtigt", sagte er. Der Konzern habe von seinen weltweit rund 230 Führungskräften nur etwa drei Prozent verloren und die Lücken in kürzester Zeit geschlossen.

Am Vortag war der Abgang von Vorstand Martin Rohr zum Jahresende vermeldet worden. Er war der letzte der führenden Manager mit einer Abfindungsklausel bei einem Kontrollwechsel.

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