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Grünes Licht für Datenbankgrundbuch

Dürfen Verwalter bald online ins Grundbuch schauen?
Bild: Stockbyte

Die gesetzlichen Weichen für die Einführung des Datenbankgrundbuchs sind gestellt. Ein entsprechendes Gesetz hat den Bundestag passiert. Der DDIV ist optimistisch, dass auch Verwalter künftig das automatisierte Abrufverfahren nutzen können.

Der Deutsche Bundestag hat einem Gesetzentwurf zur Einführung eines bundesweit einheitlichen Datenbankgrundbuchs zugestimmt. Damit ist der Weg frei, Grundbuchinhalte künftig strukturiert und logisch verknüpft in einer Datenbank zu speichern. Dadurch entstehen neue Recherche- und Auskunftsmöglichkeiten. Zudem soll das Grundbuch künftig wesentlich effizienter in den elektronischen Rechtsverkehr eingebunden werden können. Ein erstes Pilotprojekt soll 2016 starten. Die Bundesländer sind zwar nicht verpflichtet, das Datenbankgrundbuch einzuführen, jedoch haben alle Länder ein entsprechendes Verwaltungsabkommen unterzeichnet.

DDIV will Teilnahme von Verwaltern am automatisierten Verfahren

Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) hat anlässlich des Bundestagsbeschlusses seine Forderung bekräftigt, Verwaltern künftig zu ermöglichen, Abteilung 1 des automatisierten Grundbuchs einzusehen. DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler ist zuversichtlich, mit dieser Forderung in den nächsten Jahren durchzudringen, zumal der Rechtsausschuss des Bundestages die Bundesregierung aufgefordert hat, zu prüfen, ob der Kreis der Berechtigten ausgedehnt werden muss.

Während Banken, Versicherungen, Notare und andere Behörden bereits das elektronische Grundbuch einsehen dürfen, ist dies Verwaltern bisher verwehrt. Der DDIV fordert bereits seit längerem, das elektronische Grundbuch für Verwalter zu öffnen.

Schlagworte zum Thema:  Grundbuch, Verwalter

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