22.11.2011 | Verwalter

FM-Branche sieht Zukunfts-Chancen bei Nachhaltigkeit

Dem Facility Management (FM) eröffnen sich beim Thema Nachhaltigkeit von Immobilien große Wachstumschancen. Dies war einhellige Meinung auf der Mitgliederversammlung des Branchenverbands Gefma.

„Ohne Facility Management ist Energieeffizienz im Bestand nicht zu handhaben, denn hier laufen alle Fäden zusammen", betonte Otto Kajetan Weixler, Vorstandsvorsitzender des Gefma auf dem jährlich stattfindenden Branchentreffen.

Prognostiziert wird ein Wachstum des Gesamtmarktes für Bau- und Immobiliendienstleistungen auf 274 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die sich mit Energie- und Ressourceneffizienz als Geschäftsmodell beschäftigt, und die von Gastredner Michael Engel, Senior Consultant bei Roland Berger Strategy Consultants, vorgestellt wurde.

Facility Manager kompetente Partner für Bestandshalter

Gleichzeitig planen Bestandshalter Verbrauchseinsparungen bei Wärmeerzeugung und Einsparungen beim CO2-Ausstoß, sind aber mehrheitlich noch nicht bereit, für die Erreichung der Einsparziele auch mehr zu zahlen. Facility Manager sind aus der Sicht der Bestandshalter kompetentester Ansprechpartner bei der Effizienzsteigerung von Immobilien. Erwartet wird ein unfassendes Leistungsangebot von der Beratung über die Planung bis zur Umsetzungssteuerung von Maßnahmen. Verbesserungspotenzial bei den Dienstleistern wird noch in der Breite des Angebotsspektrums gefolgt von Innovation und Eigeninitiative für Effizienzmaßnahmen sowie in Kosten-Nutzen-Nachweisen gesehen.

Ist Nachhaltigkeit messbar?

„Wir sind als Akteure im FM gefordert, einen messbaren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten", so Professor Kai Kummert von der Beuth Hochschule für Technik in Berlin. Dies könnten Nachhaltigkeitsberichte, nachhaltige Dienstleistungen oder energieeffiziente Betriebsmittel beziehungsweise -stoffe sein.

Kummert gehört zu einem Team von Wissenschaftlern mehrerer Berliner Hochschulen, die zusammen mit weiteren Unternehmen und Gefma an einem System arbeiten, welches die Nachhaltigkeit der Dienstleistung messbar machen will. Das sogenannte RoSS-System soll aktiv bei Ausschreibung, Vergabe und Erbringung von FM-Dienstleistungen Verwendung finden, um das Verhältnis Eigentümer-Betreiber-Nutzer nachhaltig zu stärken. Kummert forderte zudem die Entwicklung eines Branchenkodex Nachhaltigkeit.

Geschäftsführer E.ON FM in Gefma-Vorstand gewählt

Die Mitgliederversammlung wählte Walter Fritz, Geschäftsführer der E.ON Facility Management GmbH, in den Vorstand des Verbandes. Als neuer Rechnungsprüfer wurde Alois Beulting, Geschäftsführer der FAC'T GmbH, Münster, gewählt.

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