13.01.2012 | Verwalter

Ermittlungen gegen Signa-Chef René Benko eingestellt

Im Bieterrennen um Kaufhof sind die Chancen für René Benko wieder gestiegen. Die Staatsanwaltschaft Wien hat ihre Geldwäsche-Ermittlungen gegen den Signa-Chef eingestellt.

Wer bekommt die Warenhauskette Kaufhof? Der Unternehmer Benko und Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Benko kann jetzt ohne großes Handicap in die Schlussrunde gehen.

Ein strafbares Verhalten Benkos sei "nicht nachweisbar", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, Michaela Schnell, der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte die Signa-Holding auf einen Vorabbericht des Wirtschaftsmagazins "Format" über die Einstellung der Ermittlungen gegen Benko hingewiesen.

Seit dem Jahr 2009 wurde wegen des Verdachts auf Geldwäsche gegen Benko ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Wien wurde wegen der Routinemeldung einer Bank aktiv. Die im Jahr 1999 gegründete Signa Holding ist nach eigenen Angaben das größte Privatimmobilien-Unternehmen Österreichs mit einem Investitionsvolumen von mehr als 4,5 Milliarden Euro. Signa erklärte, mit der Einstellung der Ermittlungen sei Benko vollständig rehabilitiert. Die größte Hürde zur Übernahme der deutschen Kaufhof-Gruppe durch Signa sei aus dem Weg geräumt.

Schärfster Konkurrent von Benko und Signa ist ein Konsortium bestehend aus dem Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen und dem Finanzinvestor Blackstone. Der deutsche Handelsriese Metro teilte im Dezember nach einer Aufsichtsratssitzung mit, dass mit beiden Bietern weitere Gespräche zum Kaufhof geführt werden sollen. Die Situation sei unverändert, sagte ein Metro-Sprecher am Donnerstag der dpa in Düsseldorf. Die Einstellung der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Benko wollte der Düsseldorfer Konzern nicht kommentieren.

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