18.08.2016 | Stiebel Eltron Trendmonitor 2016

Energiewende: Mehrheit der Eigentümer sieht sich durch Politik ausgebremst

58 Prozent der privaten Haushalte bemängeln, dass die Strompreise zu hoch sind, um Wärmepumpentechnik zu nutzen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Knapp zwei Drittel (62 Prozent) der Deutschen fühle sich durch die Politik der Bundesregierung dabei ausgebremst, privat auf erneuerbare Energien umzusteigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Stiebel Eltron unter 1.000 Bürgern. Der Vorwurf: Die Regierung fördere den Verzicht auf klimaschädliche Energien nicht ausreichend.

Dabei gaben in der Umfrage 80 Prozent der befragten Deutschen an, grundsätzlich mit den Klimazielen einverstanden zu sein und sprachen sich für den Klimaschutz durch CO2-Einsparungen aus.

71 Prozent der Verbraucher gaben außerdem an, die Bundesregierung handele falsch, wenn sie das Ende umweltschädlicher Brennstoffe verspreche (Öl, Kohle, Gas), aber gleichzeitig "grünen Strom" mit staatlichen Abgaben teurer mache als fossile Energien. Die Zukunft von Gas als Brennstoff ist hingegen Thema einer Konferenz im Februar 2017.

58 Prozent der Haushalte klagen über hohe Stromkosten

Die Mehrheit der Verbraucher befürwortet der Studie zufolge, dass die staatlich regulierten Kosten der Energiewende auf klimaschädliche Energien verlagert werden und im Gegenzug beim grünen Strom sinken sollten: 70 Prozent der Befragten plädieren dafür, den aktuellen Tiefpreis von Erdöl zu nutzen, die Kosten auf alle Energiearten zu verteilen, um den Strompreis billiger zu machen.

58 Prozent der privaten Haushalte bemängeln, dass die aktuellen Strompreise derzeit zu hoch sind, um auf ein klimafreundliches Heizsystem mit Wärmepumpentechnik umzusteigen.

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Schlagworte zum Thema:  Politik, Energiewende

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