05.05.2017 | Stiebel Eltron Trendmonitor 2017

Smart Home: 59 Prozent der Deutschen wollen die Technologie privat einsetzen

Smarte Technologie zum Strom sparen wollen 59 Prozent der Deutschen einsetzen – am liebsten gesteuert über das Smartphone
Bild: Corbis

Smarte Haustechnik wird von den Deutschen zunehmend akzeptiert: 59 Prozent der Bundesbürger wollen die Technologie privat einsetzen, wie der Stiebel Eltron Energie-Trendmonitor 2017 zeigt. Befragt wurden 1.000 Bundesbürger. 60 Prozent der Verbraucher gaben an, dass sie die Überwachung smarter Haustechnik via Smartphone besonders wichtig finden.

Im Smart Home mache sich die Nutzung von selbst erzeugtem Strom unmittelbar in niedrigen Energiekosten bemerkbar, sagt Henning Schulz, Sprecher des Haus- und Systemtechnikherstellers Stiebel Eltron. So ermöglichten es smart vernetzte Heizungsanlagen auf Wärmepumpenbasis, den produzierten Überschuss zeitlich flexibel zu nutzen.

"Heizung und Warmwasserzubereitung sind wichtige Stellschrauben, um die Kosten zu senken", so Schulz. Hier werde in den Privathaushalten die meiste Energie verbraucht.

Moderne Systeme für Einzelräume, wie sie bereits auf dem Markt erhältlich sind, regelten nicht nur die Energieverteilung zwischen Heizkörpern oder einer Fußbodenheizung intelligent – solche Systeme können Stiebel Eltron zufolge auch direkt mit der Wärmepumpen-Heizungsanlage kommunizieren, so dass deren Betrieb optimiert werde. Für eine einfache Handhabung sei die Steuerung per Smartphone möglich.

Neben solchen Regelsystemen helfen laut Stiebel Eltron die KFW-Förderprogramme dabei, mit dem umweltfreundlichen Zusammenspiel von Sonnenenergie und grüner Heizwärme zu sparen. Die Bundesregierung will außerdem von Mietern selbst erzeugten Solarstrom künftig stärker fördern.

Energiewende: Mehrheit der Eigentümer sieht sich durch Politik ausgebremst

62 Prozent der Deutschen gaben im Stiebel Eltron Trendmonitor 2016 an, sich durch die Politik der Bundesregierung beim privaten Wechsel auf erneuerbare Energien ausgebremst zu fühlen. Die Regierung fördere den Verzicht auf klimaschädliche Energien nicht ausreichend, hieß es vor einem Jahr. 80 Prozent der Befragten zeigten sich grundsätzlich mit den Klimazielen einverstanden und sprachen sich für den Klimaschutz durch CO2-Einsparungen aus.

71 Prozent der Verbraucher warfen der Bundesregierung außerdem vor, falsch zu handeln, wenn sie das Ende umweltschädlicher Brennstoffe (Öl, Kohle, Gas) verspreche, aber gleichzeitig "grünen Strom" mit staatlichen Abgaben teurer mache als fossile Energien.

58 Prozent der Haushalte klagen über hohe Stromkosten

Die Mehrheit der Verbraucher befürwortete im Jahr 2016, dass die staatlich regulierten Kosten der Energiewende auf klimaschädliche Energien verlagert werden und im Gegenzug beim grünen Strom sinken sollten. 70 Prozent der Befragten plädierten dafür, den die Kosten auf alle Energiearten zu verteilen und den Strompreis günstiger zu machen. 58 Prozent der privaten Haushalte bemängelten die hohen Strompreise.

Schlagworte zum Thema:  Politik, Energiewende, Smart Home

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