23.10.2014 | Energie

Hohe Sanierungsstandards in den neuen Bundesländern

Ältere Gebäude in Ostdeutschland haben häufig modernere Heizungsanlagen als Bestandsimmobilien im Westen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Mehrfamilienhäuser in den neuen Bundesländern haben einen deutlich höheren Modernisierungsgrad der Heizkessel (Ausnahme Berlin) und sind auch vielerorts besser gedämmt als in Westdeutschland. Das geht aus der aktuellen Energiekennwerte-Studie des Energiemanagers Techem hervor.

Entsprechend hätten ältere und neue Gebäude in Ostdeutschland gleichermaßen einen recht niedrigen Energieverbrauch, während es in Westdeutschland zwischen einzelnen Gebäudeklassen erhebliche Unterschiede gibt, heißt es in dem Bericht: Altbauten verbrauchten dort deutlich mehr als Neubauten. Die Analyse basiert auf Daten, die im Rahmen der Verbrauchsabrechnungen von rund 1,5 Millionen Wohnungen in 125.000 Mehrfamilienhäusern bundesweit erhoben wurden. In den neuen Bundesländern wiesen Mehrfamilienhäuser 2013 im Schnitt gegenüber Regionen in Westdeutschland für Heizung und Warmwasser einen niedrigeren Energieverbrauch auf, obwohl die Witterung dort vergleichsweise kühl war - die Ausnahme bildeten Berlin und Brandenburg. Die Annahme eines energetisch vergleichsweise hochwertigen Gebäudebestands in den neuen Länder bestätigte eine flächendeckende Auswertung von rund 44.000 Energieausweisen der letzten acht Jahre, die im Rahmen der aktuellen Techem Studie erstmals erfolgte. Das Ergebnis unterstreicht nach Ansicht von Techem das Einsparpotenzial in Bestandsgebäuden, das in den neuen Bundesländern bereits deutlich besser ausgeschöpft worden sei.

Schlagworte zum Thema:  Energie, Dämmung, Sanierung

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