16.10.2014 | Top-Thema Digital Real Estate

Risiko- und Portfoliomanagement: Wann sind sie prognosetauglich?

Kapitel
Die gemanagten Immobilienportfolien sind vielfältig
Bild: © Cadman

Wenn die Daten tatsächlich einmal gesammelt werden, wird Big Data bei großen Immobilienportfolios ganz schnell wirklich „big“. Diese Datenflut versuchen Immobilienunternehmen und Investoren mit Portfoliomanagament-Systemen zu bewältigen.

Viele Systeme für das Portfoliomanagement begnügen sich allerdings damit, Daten aus dem ERP-System zu sammeln und daraus Reports über den Ist-Zustand zu erstellen. Analyseinstrumente berechnen Kennzahlen für die Instandhaltung, den Cashflow und Investitionsrenditen. Notwendig wären Systeme, die eine Vorausberechnung machen können, wann Mieter mit welcher Wahrscheinlichkeit ausziehen, welche Wohnraum- oder Bürogrößen künftig gebraucht werden, um Umbauen und Renovierungen frühzeitig planen zu können.

Funktionierendes Risikocontrolling

Solche Daten werden auch im Zuge eines funktionierenden Risikocontrollings und für den Aufbau eines optimierten Portfolios immer wichtiger. Professor Carsten Lausberg vom Campus of Real Estate an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen beobachtet, dass solche weitergehende Instrumente zwar von den Systemen angeboten, in der Praxis bisher aber kaum eingesetzt werden. In den Immobilienunternehmen fehle immer noch ein funktionierendes Risikomanagement und man setze beständig auf die Steuerung auf Basis von Excel-Übersichten. Immobilienunternehmen müssen tatsächlich aufpassen, wenn sie den Anschluss nicht verpassen wollen.

Schlagworte zum Thema:  Immobilien-Software, Risikomanagement, Portfoliomanagement, Immobilienwirtschaft, Digital Real Estate, ERP-Software

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