12.05.2016 | Top-Thema Digital Real Estate - Partnering: Ohne Zusammenarbeit geht es nicht mehr

Selbst die Größten setzen auf Kooperation

Kapitel
Bild: Haufe Online Redaktion

Neben integrierten und automatisierten Prozessen werden mobiles Arbeiten über Apps, Web-Module oder Online-Plattformen sowie Daten- und Wissensmanagement immer wichtiger.

Entsprechende Angebote müssen neu entwickelt und bereitgestellt werden. Das stellt viele Hersteller in Bezug auf Kosten und die Zahl der dafür notwendigen Arbeitsstunden vor große Herausforderungen.

Deshalb setzen selbst die größten Anbieter, die für Know-how und Marktanteile lieber ganze Unternehmen kaufen, auf strategische Kooperationen. Das führt dazu, dass in der Branche der Trend zur Konzentration weitergeht und gleichzeitig immer mehr Unternehmen miteinander kooperieren.

Das Entwickeln immer neuer Features ist teuer und bindet viel Personal. Den Software-Herstellern geht es bei den Kooperationen vor allem um das Schaffen von Schnittstellen, Portalanbindungen, mobile Lösungen und zusätzliche Funktionalitäten für die Kunden. Dabei sehen sich die meisten Hersteller als Treiber der Entwicklungen und funktionierender Geschäftsmodelle.

Zukaufstrategien

Seit Jahren kauft Aareon europaweit strategisch interessante IT-Unternehmen, den Energieversorger-Spezialisten phi-Consulting, den niederländischen Anbieter von Case-Management-Lösungen, Square DMS Group, und Incit, den führenden Anbieter von ERP-Software für die Immobilienwirtschaft in Skandinavien.

Gleichzeitig kooperiert der Branchenriese mit einer Reihe von Unternehmen, um seinen Kunden Mehrwert zu generieren und neue Märkte zu erschließen. Im September 2015 haben Aareon und Ista ihre Zusammenarbeit ausgeweitet, um sich gemeinsam die Märkte in Frankreich, Schweden und Norwegen zu erschließen.

Aareon France und Ista bieten dazu integrierte Lösungen für die Immobilienwirtschaft an. In Schweden und Norwegen kooperiert Ista mit Incit, dem lokalen Tochterunternehmen von Aareon. Die Kooperation mit Wowiconsult aus dem Jahr 2014 bietet Aareon-Kunden die Integration eines neuen Tools für das technische Bestandsmanagement samt frei konfigurierbaren Apps. Ein Jahr zuvor vereinbarten die Mainzer mit der Schleupen AG ebenfalls eine strategische Partnerschaft. Es gibt nun eine Schnittstelle zwischen dem Aareon-Rechnungsservice und dem IT-System Schleupen.CS. Der Rechnungsservice ermöglicht elektronischen Datenaustausch und das Bearbeiten von Rechnungen der Energiewirtschaft. Im selben Jahr integrierten die Mainzer ihr Handwerker-Portal Mareon in die Computer-Aided-Facility-Management  (CAFM)- Software von Planon.

Dieser Text ist im Fachmagazin "Immobilienwirtschaft", Ausgabe 05/2016, erschienen.

Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Immobilien-Software, Immobilienwirtschaft, Big Data

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