11.06.2014 | Top-Thema Der Property Manager 2020

Mieterportale

Kapitel
Über Mieterportale können sich die Mieter informieren und viele Kleinigkeiten schon selbst erledigen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Solche intelligente Programme entlasten den Property Manager zukünftig von Routineaufgaben. Das lästige Übertragen von Daten, die vor Ort auf einem Klemmbrett notiert und dann im Büro in Excel-Tabellen getippt werden, entfällt.

Das verringert die Zahl der Fehleingaben erheblich. Die Daten werden nicht mehr in Excel-Listen gesammelt, sondern in Datenbanken, die es erlauben, die Daten je nach Anforderung verschiedenen Dienstleistern, Abteilungen oder Behörden zur Verfügung zu stellen. Das erleichtert die Erstellung von Berichten und Auswertungen für das eigene Unternehmen und für Behörden erheblich.

Auch umständliche Terminabsprachen gehören der Vergangenheit an. Über seine Smartphone- oder Tablet-App oder direkt im Mieterportal am PC bekommt der Manager freie Termine der Handwerker oder Dienstleister angezeigt und kann sich einen passenden aussuchen.

Automatisierte Prozesse

Solche Mieterportale nehmen dem Property Manager zusätzlich Arbeit ab. Viele Dinge werden die Mieter so selbstverständlich selber erledigen, wie sie heute ihre Bankgeschäfte online tätigen. Antworten auf viele Routinefragen wie Grillen auf dem Balkon oder die Haustierhaltung sind dort über eine Suchfunktion für die Mieter auffindbar. Auch seinen aktuellen Energieverbrauch und Tipps zum Energiesparen kann der Mieter dort finden. Doch die Portale bieten künftig auch eigene Social-Media-Funktionen. In Foren können sich die Mieter untereinander, mit der Hausverwaltung und dem Eigentümer austauschen. Zudem gibt es eine Tausch- und Ausleihapplikation, über die Nachbarschaftshilfe organisiert wird oder jemand eine Bohrmaschine übers Wochenende suchen kann.

Die nächste Schadensmeldung wird angezeigt. Ein Mieter hat eine kaputte Glasscheibe an einem Kellerfenster entdeckt und mit seinem Smartphone fotografiert. Der genaue Standort ist mit dem Bild zusammen übermittelt worden. Das System hat den Schaden bereits über eine Außenkamera bestätigt und die Glaserei informiert. Am nächsten Tag ist die Scheibe bereits ausgewechselt. Der Property Manager hat dafür keinen Finger gerührt, wurde aber über sein Smartphone von jedem Schritt informiert und hätte im Zweifel natürlich eingreifen können.

Vor allem bei der Verkehrssicherung und bei Instandhaltungsroutinen nimmt das System dem Property Manager viel Arbeit ab. In regelmäßigen Abständen überfliegen ferngesteuerte Drohnen das Gelände. Mit ihren Kameras suchen sie nach offensichtlichen Schäden, insbesondere an schwer zugänglichen Stellen wie dem Dach.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Property Management, Immobilienwirtschaft, Immobilien-Software, Software, Informationstechnologie

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