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Tag des Einbruchschutzes am 26. Oktober 2014

Bald beginnt wieder die Hochsaison für Einbrecher.
Bild: Rilke ⁄

Dieses Wochenende wird die Uhr wieder umgestellt, die Nächte werden wieder länger. Damit beginnt die Hochsaison für Einbrecher. Von Oktober bis Februar agieren die Langfinger im Schutze der Dunkelheit. Laut Kriminalstatistik waren sie im Jahr 2013 rund 150.000 Mal erfolgreich.

Es gibt keine 100prozentige Sicherheit. Aber es gibt Tipps, bei deren Befolgung sich das Risiko, Opfer von Haus- und Wohnungseinbrechern zu werden, verringern lässt. Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) hat pünktlich zum Tag des Einbruchschutzes am 26. Oktober acht nützliche Tipps zusammengefasst.
1. Wo es dunkel ist, lassen sich Türen und Fenster unbemerkt aushebeln. Beleuchten Sie daher Außenbereiche gut. Lampen mit Bewegungsmeldern sind hier das Mittel der Wahl. Sie deuten nicht nur auf unwillkommene Eindringlinge hin, sie sind auch energiesparend.
2. Rollläden können ein zusätzlicher Schutz vor Einbruch sein und sollten nachts in jedem Fall genutzt werden. Sind sie tagsüber nicht heruntergelassen, sind sie ein Zeichen für die Anwesenheit der Bewohner. Mit dem Anbringen einer Zeitschaltuhr kann dies auch bei Abwesenheit überzeugend simuliert werden.
3. Sind Sie nicht in Haus oder Wohnung, sollten Fenster nicht gekippt werden. Selbst bei kurzer Abwesenheit sollten diese verschlossen werden. Das gilt besonders für Balkon- oder Terrassentüren. Schließlich werden diese von geübten Händen oft in nur wenigen Sekunden geöffnet.
4. Hauseingangstüren sollten nicht von außen geöffnet werden können. Damit sie im Notfall aber als Fluchtweg dienen, sollte ein sogenanntes Panikschloss installiert sein. Die Tür ist so von außen verschlossen, kann aber von innen jederzeit geöffnet werden. Zudem ist es wichtig, dass Mehrfamilienhäuser über ein gutes Schließsystem mit Gegensprechanlage- oder sogar Videofunktion verfügen. Dafür sind übrigens alle Eigentümer verantwortlich, denn die Türen gehören zum Gemeinschaftseigentum.
5. Wohnungstüren sollten Sie hingegen nicht nur ins Schloss fallen lassen, sondern stets aktiv verschließen. Und Vorsicht: deponieren Sie den Schlüssel nie unter Fußmatte, Blumentopf oder in unmittelbarer Nähe des Hauses. Auch Steine mit Hohlraum sind übliche Verstecke und damit auch den kriminellen Mitbürgern wohlbekannt.

6. Wenn auch etwas kostspieliger, ist es ratsam für zusätzliche Sicherungen an Türen und Fenstern zu sorgen. Spezielle Schlösser auch an den Fenstern lassen ein einfaches Aushebeln nämlich nicht mehr zu. Bei Eigentumswohnungen ist allerdings zu beachten, dass sowohl Wohnungsabschlusstür samt Schloss als auch die Fenster zum Gemeinschaftseigentum gehören. Im Zweifelsfall sollte hier die Eigentümergemeinschaft mit in die Entscheidung einbezogen und/oder der Verwalter um Rat gefragt werden.
7. Bei Abwesenheit, Anwesenheit simulieren. Installieren Sie Zeitschaltuhren, die Licht und Radio in Betrieb setzen. Zudem gibt es auch spezielle Lampen, die das Flackern des Fernsehers imitieren.
8. Anonymität ist der beste Helfer für Einbrecher. Selbst in größeren Wohnanlagen ist es daher sogar tagsüber oftmals ein Leichtes, unbemerkt einzusteigen. Halten Sie daher Kontakt zu Ihren Nachbarn. Lassen Sie ihren Briefkasten bei Abwesenheit regelmäßig von einer Person Ihres Vertrauens leeren.
Sie möchten Ihre vier Wände auf Einbruchssicherheit prüfen? Polizeiliche Beratungsstellen (www.polizei-beratung.de) bieten dies kostenfrei an. Sie haben Fragen rund um die Sicherheitstechnik in Ihrer Mieter- oder Eigentümergemeinschaft? Sprechen Sie dazu Ihren Hausverwalter oder eine Sicherheitsfirma an. Diese können hilfreiche Tipps und konkrete Umsetzungsvorschläge geben.

Schlagworte zum Thema:  Einbruch, Diebstahl, Zeitumstellung

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