DDIV sucht skurrilste Erlebnisse mit dem veralteten WEG

Wo läuft das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) in seiner jetzigen Form dem gesunden Menschenverstand zuwider? Oder was waren die absurdesten Klagen? Der Spitzenverband DDIV ruft Immobilienverwalter auf, ihre skurrilsten Erlebnisse mit dem Gesetz zu schildern und per Email an den Verband zu schicken.

Die eingereichten Erfahrungen will der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) anonym aufbereiten und so bildhaft machen, wie weit Politik und Praxis häufig auseinander liegen.

"Wir wollen dem Gesetzgeber und der deutschen Politik auch mit praktischen Beispielen und Absurditäten des Immobilienverwalter-Alltags die enorme Reformbedürftigkeit des WEG aufzeigen." Martin Kaßler, DDIV-Geschäftsführer


Dem DDIV zufolge führt das veraltete WEG nicht nur zu "zehntausenden Gerichtsverfahren jedes Jahr", sondern verhindert unter anderem den Einzug der Digitalisierung in Wohnungseigentümergemeinschaften. Mögliche Fragen könnten demzufolge außerdem sein:

  • Welche sinnvollen Handlungen verhindert das WEG in seiner jetzigen Form?
  • Woran scheitern sinnvolle Maßnahmen in Eigentümergemeinschaften?
  • Was sprechen Verwalter gegenüber Eigentümern in Versammlungen nur ungern an, weil sie eine Flut an Auseinandersetzungen befürchten?

DDIV: "Im Ansatz gut, aber zu kurz gedacht"

Die letzte WEG-Reform war zum 1.7.2007 in Kraft getreten. Viele Fragen, die das reformierte Recht aufgeworfen hat, sind zwischenzeitlich durch die Rechtsprechung des BGH geklärt. Dennoch sind nach wie vor Fragen offen, und die Praxis hadert mit der ein oder anderen Vorschrift.

Der DDIV engagiert sich seit 2012 für eine praxisorientiertere WEG-Novelle, auch im Hinblick auf eine Harmonisierung mit dem geltenden Mietrecht. Zahlreiche Stellungnahmen wurden seitdem abgegeben, Gutachten erstellt und während des Wohngipfels im September 2018 ein Appell an Bundesjustizministerin Dr. Katarina Barley gerichtet, die WEG-Reform zur Chefsache zu machen.

"Im Ansatz gut, aber deutlich zu kurz gedacht." So lässt sich in aller Kürze die Meinung des DDIV zu den aktuellen Diskussionsentwürfen für eine Überarbeitung des Wohnungseigentumsrechts zusammenfassen, wie sie zum einen vom Bundesjustizministerium kommen, zum anderen vom Bayerischen Justizministerium vorgelegt wurden. All das geht dem DDIV nicht weit genug.

DDIV verlost unter den Einsendern drei Kompakttickets für den Verwaltertag


Immobilienverwaltungen können dem DDIV ihre absurdesten und skurrilsten Fälle möglichst knapp zusammenfassen und ab sofort per E-Mail an  weg-reform@ddiv.de schicken. Die Einsendungen werden anonymisiert aufbereitet.

Unter den Einsendern verlost der DDIV drei Kompakttickets für den 27. Deutschen Verwaltertag am 12. und 13. September in Berlin.


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