21.11.2011 | Verwalter

BWF: Anstieg der Wohnbaugenehmigungen indiziert nicht erhöhtes Bauvolumen

Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der genehmigten Wohnungen deutlich gestiegen. Der Immobilienverband BFW warnt vor verfrühter Euphorie: Genehmigte Wohnungen sind noch lange nicht gebaute Wohnungen.

„Genehmigte Wohnungen sind noch lange keine fertig gebauten Wohnungen", sagte Walter Rasch, Präsident des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW).

Es gebe zu viele Unwägbarkeiten bei den Rahmenbedingungen, die aus einer geplanten Wohnung eine nicht gebaute Wohnung machten. Dazu zählten zum Beispiel die Mittelausstattung der Bauträger durch derzeit immer schwerer zu beschaffende Kredite bei den Banken oder weiterhin fehlende steuerliche Anreize.

Rasch: „Die Tendenz muss sich verstetigen, die Bauunternehmer brauchen Klarheit und Planungssicherheit. Nur so lässt sich dem Mangel an Wohnraum entgegenwirken." Dazu reichten die aktuellen Steigerungsraten bei Weitem nicht aus. Wohnungsmarktprognosen gehen von einem jährlichen Bedarf von bis zu 225.000 Wohnungen aus, "davon sind wir aktuell meilenweit entfernt", so Rasch.

Um den Bedarf zu decken, fordert der BFW klarere Anreize für die Immobilienbranche. So würde etwa eine verbesserte Abschreibungsmöglichkeit die Eigenkapitalsituation der Unternehmen erhöhen und damit auch zu vermehrten Investitionen führen.

Ein weiteres Problem sei, dass die Baukosten in den vergangenen Jahren aufgrund der energetischen Anforderungen deutlich gestiegen seien. "Die Einkommen der Mieter sind aber nicht im gleichen Maße gestiegen", ergänzt Rasch. "Bauen zu sozial verträglichen Mieten ist in Ballungsräumen wie München, Köln oder Hamburg schlichtweg unmöglich" geworden.

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