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BFW-Präsident: Aktuelle dena-Sanierungsstudie unrealistisch

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) fordert in ihrer neuesten Sanierungsstudie eine 30-Prozent-Verschärfung der energetischen Anforderungen unter anderem für Neubauten. BFW-Präsident Walter Rasch stellt sich dem strikt entgegen.

Eine Verschärfung der Anforderungen um 30 Prozent fordert die dena auch für Bestandsgebäude ab dem Jahr 2016. „Schon durch die aktuellen gesetzlichen Vorgaben sind die Kosten für Neubauten so gestiegen, dass sich Schwellenhaushalte nur schwer Wohneigentum leisten können“, kritisiert der Präsident des BfW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen die Studie.

„Für den Mietwohnbereich würden verschärfte Sanierungspflichten zu Mieten führen, die der Mieter nicht mehr bezahlen kann“, so Rasch weiter. In den vergangenen elf Jahren seien die Baukosten bereits um 22 Prozent gestiegen.

In der dena-Sanierungsstudie Teil 2 "Wirtschaftlichkeit energetischer Modernisierung in selbstgenutzten Wohngebäuden" wird eine Lebensdauer der Bauteile von 25 Jahren angesetzt. „Das deckt sich nicht mit der Realität“, so Rasch, "da der Wohneigentümer einen Investitionszyklus für sein Eigenheim von meistens einmal im Leben hat." Sanierungspflichten im Eigenheim brächten die Finanzierungspläne der Eigentümer ins Wanken.

"Eine weitere Verschärfung ist unverantwortlich und somit abzulehnen, zumal auch die Sinnhaftigkeit maximalistischer Lösung fragwürdig erscheint“, plädiert Rasch nachdrücklich für verlässliche Rahmenbedingungen seitens des Staates. Für den BFW geht es um optimale Lösungen für jedes einzelne Gebäude, unter Wahrung der Wirtschaftlichkeit.

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