Weniger Heizkosten für 2016 Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Aufgrund sinkender Energiepreise prophezeit der Deutsche Mieterbund, dass viele Mieter für das Abrechnungsjahr 2016 bei den Heizkosten mit Erstattungen rechnen können.

Für viele Mieter könnte nach Berechnungen des Deutschen Mieterbundes die Betriebskostenabrechnung 2016 mit einer Erstattung enden. Fast jeder zweite Haushalt könne mit deutlich niedrigeren Heizkosten und gegebenenfalls Rückzahlungen rechnen, so Ulrich Ropertz, der Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes (DMB).

Zwar sei der Verbrauch an Heizenergie aufgrund des Witterungsverlaufs mit kalten Monaten November und Dezember 2016 gegenüber dem Vorjahr um etwa drei Prozent gestiegen, die Energiepreise seien 2016 aber gesunken.

Kosten für Ölheizung sinken am stärksten

Wie sich die Heizkosten im Einzelnen entwickeln, hängt von der Heizungsart ab, da sich die Preise der Brennstoffe unterschiedlich verändert haben. Nach Angaben des Mieterbundes ist Heizöl 2016 im Schnitt um 16,9 Prozent billiger geworden, Fernwärme um 8,5 Prozent und Gas um 3 Prozent.

Einer Modellrechnung zufolge kommen deshalb vor allem Nutzer von Wohnungen mit Ölheizung in den Genuss sinkender Kosten. Demnach sanken die Kosten für das Heizen einer Wohnung von 70 Quadratmetern mit Öl von jährlich 758 Euro (2015) um 14 Prozent auf 698 Euro (2016). Für eine Wohnung mit Fernwärme ergeben sich nach der Modellrechnung Kosten von 907 Euro (minus 6 Prozent), für eine Wohnung mit Gasheizung unverändert Kosten von 830 Euro.

Ropertz betonte, dass die Prognose das Heizverhalten und den energetischen Zustand des Hauses im Einzelfall nicht berücksichtigen und es bei Gas und Fernwärme lokale und regionale Preisunterschiede geben könne. Außerdem komme es bei Wohnungen mit Ölheizung darauf an, wann getankt worden sei. Dennoch sei die Tendenz klar, dass fast jeder zweite Haushalt mit teilweise deutlich niedrigeren Heizkosten rechnen könne.

Betriebskostenabrechnung muss fristgerecht vorliegen

Nach Ablauf des Kalenderjahres haben Vermieter ein Jahr Zeit, die Betriebskostenabrechnung vorzulegen, das heißt, spätestens Ende 2017 müssen die Mieter die Abrechnung für 2016 im Briefkasten haben.


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