02.01.2013 | Verwaltung

Basiszinssatz sinkt zum 1.1.2013 unter Null

Basiszins erstmals negativ
Bild: Thomas Siepmann ⁄

Der Basiszinssatz ist zum 1.1.2013 um 0,25 Prozentpunkte auf -0,13 Prozent gesunken. Er erreicht damit erstmals einen negativen Wert.

Der Basiszinssatz ist die Grundlage dafür, Verzugszinsen zu berechnen. Die Verzugszinsen liegen bei Geschäften zwischen Privatleuten laut § 288 Abs. 1 BGB bei 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz. Vermieter von Gewerberaum können als Mindest-Verzugsschaden 8 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz verlangen (§ 288 Abs. 2 BGB).

Jeweils zum 1.1. und 1.7. eines Jahres wird der Basiszinssatz angepasst. Zum 1.1.2013 hat er um 0,25 Prozentpunkte nachgegeben und weist mit -0,13 Prozent erstmals einen negativen Wert auf.

Vermieter können daher von säumigen Mietern für Verzugszeiträume ab 1.1.2013 insgesamt Verzugszinsen von 4,87 bzw. 7,87 Prozent verlangen. Zahlt der Vermieter an seine Bank höhere Zinsen, weil er wegen der fehlenden Miete sein Konto überziehen musste, kann er vom Mieter diesen höheren Zinsbetrag als Verzugszins verlangen. Dafür muss der Vermieter zum Nachweis eine Zinsbescheinigung seiner Bank vorlegen.

 

Übersicht: Die geltenden Basiszinssätze nach § 247 BGB
ZinssatzGültig seit
-0,13 Prozent1.1.2013
0,12 Prozent1.7.2012
0,12 Prozent1.1.2012
0,37 Prozent1.7.2011
0,12 Prozent1.1.2011
0,12 Prozent1.7.2010
0,12 Prozent1.1.2010
0,12 Prozent1.7.2009
1,62 Prozent1.1.2009
3,19 Prozent1.7.2008
3,32 Prozent1.1.2008
3,19 Prozent1.7.2007
2,70 Prozent1.1.2007
1,95 Prozent1.7.2006
1,37 Prozent1.1.2006
1,17 Prozent1.7.2005
1,21 Prozent1.1.2005
1,13 Prozent1.7.2004
1,14 Prozent1.1.2004
1,22 Prozent1.7.2003
1,97 Prozent1.1.2003
2,47 Prozent1.7.2002

Schlagworte zum Thema:  Basiszins, Verzug

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