26.03.2013 | Serie Kuriose Fälle vor Gericht - Auch das noch

Tatütata

Serienelemente
Einsatz war überzogen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Immer wieder haben es Richter mit ungewöhnlichen und skurrilen Fällen zu tun. In jeder Ausgabe von "Der Verwalter-Brief" stellen wir solch einen Fall vor. Lesen Sie die Fälle jetzt auch online. Diesmal: Tatütata.

Um die Kosten eines Feuerwehreinsatzes ging es in einem Fall, den das Verwaltungsgericht Gießen auf dem Tisch hatte. Weil ein Wasserrohr gebrochen war, hatte ein Hauseigentümer mitten in der Nacht die Feuerwehr alarmiert. Diese rückte sogleich mit 3 Fahrzeugen und 13 Mann an und stellte fest, dass man die ausgetretene Wassermenge auch mit einem Putzlappen entfernen könnte. Unverrichteter Dinge zog die Feuerwehr wieder ab und berechnete für den Einsatz 530 Euro. Das wollte der Hauseigentümer nicht zahlen, denn die Feuerwehr habe ja gar kein Wasser abgepumpt.

„Die Feuerwehr wird nicht für’s Pumpen bezahlt“, sagte das VG Gießen (Beschluss v. 6.1.2011, 8 L 2835/10.Gl). Wer die Feuerwehr zur allgemeinen Hilfe ruft, muss dafür aufkommen, egal, ob sie dann tatsächlich etwas macht. Allerdings sei es etwas übertrieben gewesen, in dieser Stärke anzurücken. 2 Fahrzeuge mit 7 Mann hätten es auch getan, sodass der Eigentümer schließlich nur 303 Euro berappen musste.

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