Mietvertrag – Wer ist mein ... / 2.1 Genaues Ausfüllen des Mietvertrags erforderlich

Ist als Vermieter die "Hausverwaltung X" eingetragen, wird die Verwaltung und nicht etwa der Eigentümer Vermieter. Damit werden Rechte und vor allem Pflichten unmittelbar zwischen dem Mieter und der Verwaltung begründet. Der Mieter muss nicht unbedingt den Schluss aus der Bezeichnung "Hausverwaltung" ziehen, dass die Verwaltung nur vertretend für den Eigentümer den Mietvertrag abschließt (LG Berlin, Urteil v. 3.11.1986, 61 S 35/86, WuM 1987 S. 49; Schach, in Kinne/Schach/Bieber, Miet- und Mietprozessrecht, § 535 BGB Rz. 18).

Achtung

Auf eindeutigen Vertretungsvermerk achten

Erforderlich ist also ein eindeutiger Vermerk, der auf die Vertretung schließen lässt, etwa "Hausverwaltung X, handelnd als Vertreter für die Erbengemeinschaft Y, bestehend aus ...".

Wird dies nicht beachtet, läuft die Verwaltung Gefahr, vom Mieter selbst in Anspruch genommen zu werden, wenn es um Ansprüche aus dem Mietvertrag geht.

Behauptet der Verwalter in solchen Fällen seine Stellvertretung, ist er hierfür beweispflichtig (Blank, in Blank/Börstinghaus, Miete, § 535 BGB Rz. 181). Es müssen dann sonstige Umstände vorgetragen und bewiesen werden, die für den Mieter bei Vertragsschluss keinen Zweifel aufkommen ließen, dass der Verwalter vertretungsweise für den Vermieter handelte, was etwa durch mündliche Erklärungen der Fall gewesen sein konnte.

Wichtig

Zeugenbeweis

Dann werden allerdings Zeugen hierfür benötigt.

Bei Zweifeln über die Person des Vermieters besteht die Gefahr, dass zulasten des Verwalters dessen Vermietereigenschaft bejaht wird.

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