Mietminderungslexikon / 20 Feuchtigkeit in Räumen

Tritt in den gemieteten Räumen oder in den Zubehörräumen (z. B. Keller) ein Feuchtigkeitsschaden auf, so liegt ein Sachmangel vor. Die Ursache der Feuchtigkeitsschäden ist unerheblich. Der Umstand, dass die Wohnung den zur Zeit ihrer Errichtung geltenden DIN-Vorschriften entspricht und dass bei der Erstellung die Regeln der Baukunst eingehalten worden sind, steht der Annahme eines Mangels deshalb nicht entgegen.

Baumängel

Sind die Feuchtigkeitsschäden auf einen Baumangel zurückzuführen, kommt es auch nicht darauf an, ob der Vermieter von dem Baumangel Kenntnis gehabt hat. Auch der auf Zufall oder höhere Gewalt (Überschwemmung oder Sturmschaden) zurückzuführende Feuchtigkeitsschaden gilt als Mangel. Nichts anderes gilt für Schäden, die infolge des Verhaltens eines Dritten (überlaufendes Becken in der Nachbarwohnung) eingetreten sind.

Ausschluss der Minderung

Die Minderung ist ausgeschlossen, wenn der Schaden vom Mieter schuldhaft verursacht worden ist. Außerdem ist die Minderung ausgeschlossen, wenn die Feuchtigkeitsschäden aufgrund von Maßnahmen eingetreten sind, die vom Mieter veranlasst wurden oder die der Vermieter auf Veranlassung des Mieters vorgenommen hat.

Praxis-Beispiel

Minderungsquote nach Ausmaß der Feuchtigkeit

Die Minderungsquote richtet sich nach dem Ausmaß der durch die Feuchtigkeit bedingten Beeinträchtigung des Mietgebrauchs.

Haben sich infolge der Feuchtigkeit Schimmelpilze gebildet, so ist dies bei der Höhe der Minderung zu berücksichtigen.

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