Marmorfußboden im Bad: Mieter haftet nicht für Urinspritzer

Teurer Fußbodenaustausch erforderlich

Im Bad und Gäste-WC einer Mietwohnung stumpfte durch regelmäßige Urinspritzer der Fußboden aus Marmor um den Toilettenbereich herum ab. Das Bodenmaterial war so empfindlich, dass der Schaden nicht mehr behebbar war. Es musste ausgetauscht werden, was Kosten von 2.000 EUR nach sich zog.

Information über Materialempfindlichkeit

Das Gericht wies die Schadensersatzklage ab und führte zur Begründung aus: Das Urinieren im Stehen sei auch heute noch weit verbreitet. Werde dies so gehandhabt, müsse zwar mit Kritik weiblicher Bewohnerinnen gerechnet werden, nicht jedoch damit, dass dadurch auch der Marmorfußboden verätzt werde.

So etwas sei im Allgemeinen einem Mieter nicht bekannt. Es wäre Sache des Vermieters gewesen, auf die besondere Empfindlichkeit des Bodens hinzuweisen.

AG Düsseldorf, Urteil v. 20.1.2015, 42 C 10583/14, WuM 2015 S. 79

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