Klimaschutzpaket: Energetis... / 7.2 Förderobergrenze von 40.000 EUR

Gesamtförderung

Da die Bundesregierung sich mit ihrer Förderung an alle privaten Wohnungsnutzer wendet, wurde auch berücksichtigt, dass nicht alle dieser Haushalte sofort über die Mittel verfügen, alle energetischen Maßnahmen zusammen durchzuführen. Diese Tatsache wird dadurch berücksichtigt, dass man neben den jährlichen Förderhöchstgrenzen (14.000 EUR und 12.000 EUR) eine Gesamtfördergrenze von 40.000 EUR für das jeweilige Förderobjekt geregelt hat. Man kann also nacheinander so viele energetische Sanierungen durchführen, bis die 40.000 EUR ausgeschöpft sind. Entsprechend § 35c Abs. 7 EStG werden aber nur Verträge berücksichtigt, deren Durchführung vor dem 1.1.2030 abgeschlossen wird.

 
Praxis-Beispiel

Mehrere energetische Sanierungen

Wie vor, jedoch hat die Familie Muster im Jahr 03 mit weiteren Sanierungsmaßnahmen begonnen. Im Jahr 04 erhalten sie hierüber eine Rechnung i. H. v. 80.000 EUR. Die tarifliche Einkommensteuer der Eheleute beträgt im Jahr 05 = 14.000 EUR und im Jahr 06 = 14.500 EUR.

Berechnung der Förderung:

 
Jahr Förderung ESt nach Abzug § 35c EStG Gesamtförderung
02 3.500 EUR (50.000 EUR x 7 %) 8.500 EUR (12.000 EUR – 3.500 EUR) 3.500 EUR
03 3.500 EUR (50.000 EUR x 7 %) 9.000 EUR (12.500 EUR – 3.500 EUR) 7.000 EUR
04

3.000 EUR (50.000 EUR x 6 %)

5.600 EUR (80.000 EUR x 7 %)
4.400 EUR (13.000 EUR – 3.000 EUR – 5.600 EUR) 15.600 EUR
05 5.600 EUR (80.000 EUR x 7 %) 8.400 EUR (14.000 EUR – 5.600 EUR) 21.200 EUR
06 4.800 EUR (80.000 EUR x 6 %) 9.700 EUR (14.500 EUR – 4.800 EUR) 26.000 EUR

Auch für die nachfolgende Sanierungsmaßnahme erhält die Familie Muster den maximalen Förderbetrag i. H. v. 16.000 EUR. Die Gesamtförderung auf alle Maßnahmen beträgt nunmehr 26.000 EUR (Investitionssumme 130.000 EUR).

Kappung

Wie man an den obigen Beispielen erkennen kann, müssen schon 130.000 EUR investiert werden, um eine steuerliche Förderung von 26.000 EUR zu erhalten. Der durchschnittliche Wohnungseigentümer wird in diesem Bereich seine maximalen Investitionen ansiedeln. Dennoch möchte ich noch aufzeigen, was passiert, wenn die Kappungsgrenze von 40.000 EUR erreicht ist.

 
Praxis-Beispiel

Förderobergrenze 40.000 EUR

Wie vor, jedoch investiert die Familie Muster nochmals 120.000 EUR in die energetische Sanierung ihres Hauses. Die Arbeiten wurden in 07 abgeschlossen und eine entsprechende Rechnung in 07 erteilt. Die tarifliche Einkommensteuer der Eheleute beträgt im Jahr 07 = 15.000 EUR, 08 = 15.500 EUR und 09 = 16.000 EUR.

Berechnung der Förderung:

 
Jahr Förderung ESt nach Abzug § 35c EStG Gesamtförderung
02 3.500 EUR (50.000 EUR x 7 %) 8.500 EUR (12.000 EUR – 3.500 EUR) 3.500 EUR
03 3.500 EUR (50.000 EUR x 7 %) 9.000 EUR (12.500 EUR – 3.500 EUR) 7.000 EUR
04

3.000 EUR (50.000 EUR x 6 %)

5.600 EUR (80.000 EUR x 7 %)
4.400 EUR (13.000 EUR – 3.000 EUR – 5.600 EUR) 15.600 EUR
05 5.600 EUR (80.000 EUR x 7 %) 8.400 EUR (14.000 EUR – 5.600 EUR) 21.200 EUR
06 4.800 EUR (80.000 EUR x 6 %) 9.700 EUR (14.500 EUR – 4.800 EUR) 26.000 EUR
07 8.400 EUR (120.000 EUR x 7 %) 6.600 EUR (15.000 EUR – 8.400 EUR) 34.400 EUR
08 8.400 EUR (120.000 EUR x 7 %) 9.900 EUR (15.500 EUR – 5.600 EUR)

42.800 EUR

Kappung -2.800 EUR

= 40.000 EUR
09 7.200 EUR (120.000 EUR x 6 %) 16.000 EUR 40.000 EUR

Die Familie Muster erreicht im Jahr 08 die Höchstförderung von 40.000 EUR. Alle Förderbeträge darüber hinaus werden gekappt. Entsprechend werden in 08 nur noch Förderbeträge nach § 35c EStG i. H. v. 5.600 EUR auf die tarifliche Einkommensteuer angerechnet. Für das Jahr 09 entfällt die Anrechnung vollständig.

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