Die investierende Gesellschaft ist ein gewerblicher Vermieter. Zu ihr gehören Tochterunternehmen, die vor allem als Dienstleister für die Mutter tätig sind. Diese Töchter sind, ebenso wie die Muttergesellschaft, auf verschiedene Standorte im Stadtgebiet verteilt. Geschuldet ist das vor allem der historischen Entwicklung. Aufgrund der Haupttätigkeit ist Publikumsverkehr unumgänglich. Die Anlaufstelle sollte möglichst zentral liegen und gut erreichbar sein. Zurzeit wird der Kundenverkehr in angemieteten Räumen abgewickelt. Der Mietvertrag war zeitlich befristet und läuft zum Ende des Jahres 2013 aus.

Die Gesellschaft beabsichtigt, die verstreuten Standorte zusammenzufassen und dabei auch die Tochtergesellschaften zu integrieren. Sie verspricht sich davon vor allem Synergieeffekte durch kürzere Kommunikationswege und die Möglichkeit, Abteilungen zusammenzulegen, z. B. die Buchhaltung.

Die Wahl fiel auf eine Immobilie im Stadtzentrum, bestehend aus mehreren zusammenhängenden Grundstücken. Ein Neubau war aus städtebaulicher Sicht nur genehmigungsfähig, wenn gleichzeitig ein mittelalterliches Gebäude (ehemaliger Gasthof und stadtbürgerliches Wohnhaus am Marktplatz, zuletzt genutzt als Gaststätte und Hotel, Einzeldenkmal, seit mehr als 10 Jahren leer stehend mit erheblichem Sanierungsstau) denkmalgerecht saniert wird. Als spätere Nutzung war vorgesehen:

  • Altbau: Im Erdgeschoss wieder eine Gaststätte, in den darüberliegenden Etagen Praxen bzw. Büroflächen, 2 Wohnungen im Ober-/Dachgeschoss.
  • Neubau: Geschäftsräume des Investors, diverse Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss (Einzelhandel) und insgesamt 29 Wohnungen zwischen 2 und 4 Zimmern.

Baulich schließt der Neubau direkt an das denkmalgeschützte Haus an, der Küchenbereich der Gaststätte wurde ebenfalls neu errichtet. Es entstanden 4 Gebäudekörper, die in den Obergeschossen teilweise miteinander verbunden sind, gruppiert um einen öffentlich zugänglichen und als Passage genutzten Hof auf einer gemeinsamen Tiefgarage.

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