Gewerbeerlaubnis, Berufshaf... / 2.1 Wer muss sich fortbilden?

Die Fortbildungspflicht trifft den Wohnimmobilienverwalter zunächst einmal selbst. Die Fortbildungspflicht besteht daneben auch für seine unmittelbar mit der Durchführung der Verwaltertätigkeiten befassten Mitarbeiter.

Verwalter als Einzelunternehmer

Die Fortbildungspflicht trifft den Verwalter, wenn er sein Gewerbe als Einzelunternehmer ausübt.

Verwalter als Personen-Gesellschaft

Wird das Verwalterunternehmen als OHG oder KG geführt, so muss nach den Vorstellungen des Gesetzgebers "eine angemessene Zahl von vertretungsberechtigten Aufsichtspersonen die Weiterbildung absolvieren". Was hier noch als angemessen anzusehen sein wird, muss noch in einer nach Verkündung des Gesetzes auszuarbeitenden Rechtsverordnung festgelegt werden.

  • Wird die OHG etwa von 3 Gesellschaftern vertreten, dürfte es ausreichen, wenn sich lediglich 2 fortbilden, soweit der 3. Gesellschafter für die rein betriebsinternen Belange verantwortlich ist.
  • Bei der KG muss zumindest der Komplementär für seine Fortbildung sorgen. Bei mehreren Komplementären dürfte das zur OHG ausgeführte gelten.

Verwalter als juristische Person

Wird das Verwalterunternehmen etwa als GmbH geführt, so hat sich der Geschäftsführer fortzubilden. Bei mehreren dürfte wiederum derjenige von einer Fortbildungspflicht befreit sein, dem lediglich betriebsinterne Leitungsaufgaben obliegen.

Mitarbeiter des Verwalters

"Eine Pflicht zur regelmäßigen Weiterbildung" besteht für die "unmittelbar mit der Durchführung der erlaubnispflichtigen Tätigkeiten befassten Mitarbeiter". Die Fortbildungspflicht wird also nur von den Mitarbeitern verlangt, die tatsächlich Tätigkeiten entfalten, die typisch sind für eine Immobilienverwaltung. Betroffen sind also die Mitarbeiter, die Wirtschaftspläne und Jahresabrechnungen erstellen, denen insoweit das Inkasso obliegt, die Eigentümerversammlungen einberufen und leiten, die Instandhaltungs-, Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen organisieren und durchführen.

Beim Miet- bzw. Sondereigentumsverwalter wird es sich um diejenigen Mitarbeiter handeln, die insbesondere Betriebskostenabrechnungen fertigen.

Nicht betroffen sind alle Mitarbeiter, die rein innerbetriebliche Tätigkeiten entfalten, also solche im Sekretariat, in der Buchhaltung oder Personalabteilung.

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