Gewerbeerlaubnis, Berufshaf... / 1.1 Wer ist konkret betroffen?

Ursprünglich richtete sich die Erlaubnispflicht nur an Wohnungseigentumsverwalter nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG). Dies hat sich nunmehr geändert. Auch Sondereigentumsverwalter oder Mietverwalter bedürfen künftig einer Gewerbeerlaubnis. Die Erlaubnispflicht hängt auch nicht davon ab, wie lange der Verwalter bereits als solcher tätig ist. Der Gewerbeerlaubnis bedürfen alle Wohnimmobilienverwalter, die "gewerbsmäßig" tätig sind.

Selbstständige Tätigkeit

Gewerbsmäßig ist die Tätigkeit des Verwalters dann, wenn sie selbstständig ausgeübt wird, auf Gewinnerzielung gerichtet und auf eine gewisse Dauer angelegt ist, also nicht nur gelegentlich ausgeübt wird. Selbstständig handelt zunächst, wer im eigenen Namen und auf eigene Rechnung tätig wird und dabei seine Arbeitszeit im Wesentlichen frei gestalten kann und die Verantwortung für sein Handeln tragen muss.

Gewinnerzielungsabsicht

Wird die Verwaltertätigkeit gegen Entgelt ausgeübt, wird das Merkmal der Gewinnerzielungsabsicht als gegeben angesehen. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass es im Rahmen der Gewinnerzielungsabsicht unerheblich ist, ob tatsächlich Gewinn erzielt wird. Auch dann, wenn sich etwa die Verwaltertätigkeit letztlich als Verlustgeschäft entpuppt, kann eine Erlaubnispflicht bestehen.

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