Gartenverwüstung durch Wildschweine muss verhindert werden

Die Mieter hatten ein Haus gemietet. Hierzu gehörte ein 500 qm großer Garten, der mit einem stabilen Jägerzaun aus Holz eingefriedet war. 2009 wurde der Zaun an verschiedenen Stellen vom Vermieter abgerissen und durch Maschendraht ersetzt. Seitdem hatten Wildschweine insgesamt 7-mal den Drahtzaun gerade an diesen ausgebesserten Stellen überwunden und die Beete verwüstet.

Die Klage des Mieters auf eine stabile neue Umzäunung hatte Erfolg.

Durch die Verwüstungen der Wildsäue wurde der Mieter im vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache (§ 535 Abs. 2 BGB) gestört. Deshalb war der Vermieter verpflichtet, dafür zu sorgen, dass künftig keine Schweine mehr in den Garten eindringen können, was, nach Ansicht des Gerichts, nur durch das Errichten eines stabilen Zauns zu erreichen ist.

In der Auswahl ist der Vermieter frei. Ein bestimmter Zaun wurde ihm nicht vorgeschrieben. Es muss jedoch ein solcher sein, der das Eindringen der Wildschweine auf das Grundstück des Mieters verhindert.

AG Berlin-Köpenick, Urteil v. 4.7.2012, 15 C 25/12, WuM 2013 S. 284 mit Anm. Gies

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