Experten streiten über Gesetzentwurf zur Sonderabschreibung für den Wohnungsbau

Befristete Sonderabschreibung

Mit der von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Wohnraumoffensive sollen rund 1,5 Millionen Wohnungen und Eigenheime zusätzlich gebaut werden. Diese Offensive möchte die Bundesregierung mit einer Sonderabschreibung für den Bau neuer Mietwohnungen beschleunigen. Der von der Bundesregierung eingebrachte Gesetzentwurf zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus (19/4949) sieht die Einführung einer bis Ende des Jahres 2021 befristete Sonderabschreibung von 5 % pro Jahr vor. Hierbei soll die Sonderabschreibung zusätzlich zur bestehenden linearen Abschreibung gewährt werden.

Voraussetzungen

Voraussetzung für die Sonderabschreibung: Anschaffungs- und Herstellungskosten der Mietwohnungen dürfen 3.000 EUR je Quadratmeter nicht übersteigen. Mit dieser Einschränkung möchte man insbesondere den Bau bezahlbarer Mietwohnungen fördern. Ferner muss die Mietwohnung im Jahr der Herstellung und in den folgenden 9 Jahren entgeltlich vermietet sein.

Gewinnung privater Investoren

Mit dieser Maßnahme möchte man möglichst zeitnah private Investoren zum Neubau von Mietwohnungen gewinnen. Die Sonderabschreibung soll auch zur Schaffung neuer Wohnungen in bestehenden Gebäuden dienen.

Scharfe Kritik

Allerdings ist der von der Bundesregierung eingebrachte Gesetzentwurf nicht unumstritten! Bei der Anhörung im Finanzausschuss des Bundestages wurde auch scharfe Kritik geäußert. So werden u. a. Mitnahmeeffekte, steigende Preise im Bau- und Immobiliensektor sowie räumliche Fehllenkungen befürchtet. Statt begrenzter Sonderabschreibung versprechen sich einige Experten von längerfristigen Maßnahmen wie der Erhöhung der linearen Abschreibung einen größeren Erfolg bei der Schaffung neuen Wohnraums. Dies könnte die Bauwirtschaft zum Aufbau dauerhafter Kapazitäten motivieren.

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