EnEV 2014 – Umsetzung bauli... / 1.3 Wärmepumpen

Wärmepumpen arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie Kühlschränke. Für Heizzwecke wird das System jedoch umgekehrt angewandt. Hierzu wird mit relativ kleinem Aufwand an elektrischer Energie der Luft, oder besser noch der Erde oder dem Grundwasser, Energie entzogen und dadurch ein wesentlich größerer Anteil an Wärmeenergie gewonnen. Nachdem jedoch der Primärenergiefaktor von Strom sehr hoch ist, muss die Energieeffizienz einer Wärmepumpe schon groß sein, damit die Nachteile des Stromeinsatzes wieder aufgehoben werden.

Bei Wärmepumpen wird mit sogenannten Leistungszahlen kalkuliert, die das Verhältnis von aufgewendeter Stromenergie zu erzeugter Wärmeenergie beschreiben. Besonders gute Leistungszahlen bis zu 7 werden bei der Grundwassernutzung erzielt. Bei Werten kleiner 4 ist der Stromaufwand für die relativ geringe Ausbeute kritisch zu sehen. Neue Entwicklungen bei Wärmepumpen zielen deshalb auch darauf ab, vom Strom wegzugehen. Hier stellen gasbetriebene Wärmepumpen eine Alternative dar.

 

Hinweis

Hohe Energieeffizienz bei niedriger Vorlauftemperatur

Wärmepumpen sind immer dann am effektivsten, wenn der Unterschied zwischen der angezapften Wärmequelle und der Vorlauftemperatur der Heizung möglichst gering ist. In Verbindung mit großen Heizflächen, zum Beispiel Fußbodenheizungen oder Wandheizungen, erreichen Wärmepumpen deshalb eine besonders hohe Energieeffizienz, weil diese mit relativ niedrigen Vorlauftemperaturen betrieben werden.

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