KPMG: Weltweite Investitionen in Venture Capital bleiben stabil

Der Markt für Risikokapital bleibt auch im dritten Quartal 2017 stabil: So wurden weltweit 39, 4 Mrd. US-Dollar in Venture Capital (VC) investiert (zweites Quartal 2017: 40, 1 Mrd. US-Dollar). Die Anzahl der Deals sank hingegen erneut auf nunmehr 2672 und erreichte damit ein Niveau, das zuletzt im Jahr 2011 beobachtet wurde. Das ist das Ergebnis des aktuellen "Venture Pulse Q3 2017" von KPMG, für den regelmäßig die weltweit abgeschlossenen Risikokapital-Investitionen analysiert werden.

Nach wie vor liegen die USA mit VC-Investitionen in Höhe von 21, 5 Mrd. US-Dollar an der Spitze, gefolgt von Asien (12, 3 Mrd. US-Dollar) und Europa (4, 7 Mrd. US-Dollar).

Mega-Deals geben weiterhin den Ton an: Allein auf die zehn größten Investitionen entfielen zusammen fast 10 Mrd. US-Dollar: 

  • WeWork/USA (3 Mrd. US-Dollar),
  • Toutiao/China (2 Mrd. US-Dollar) und
  • BAIC BJEV/China (1, 6 Mrd. US-Dollar).

Nur ein europäischer Deal (Deliveroo/UK) schaffte den Sprung in die Top 10.

Immer mehr etablierte Industrieunternehmen investieren direkt oder über eigene Corporate VC-Gesellschaften in Start-ups. So erreichte der Anteil des Corporate-Venture-Kapitals an allen VC-Deals weltweit im dritten Quartal 17, 7 %. In Europa haben die Corporate VC-Aktivitäten sogar einen Anteil von mehr als 21 %. Deutschland verzeichnete mehr als 70 Corporate VC-Deals im Wert von insgesamt 680 Mio. US-Dollar, darunter zahlreiche Großabschlüsse internationaler Investoren. Dazu KPMG-Partner Tim Dümichen: "Corporate Venture Capital ist für traditionelle Unternehmen zunehmend ein Vehikel, um innovative Ideen und Technologien in ihre bestehenden Produkte und Dienstleistungen zu integrieren."

Weltweit war es ein besonders starkes Quartal für Investitionen in der späten Phase. Investoren konzentrieren sich zunehmend auf Start-ups, deren Geschäftsmodelle sich bereits am Markt bewiesen haben, wohingegen Frühphasenprojekte Probleme haben, sich die nötige Finanzierung zu beschaffen.

(PM KPMG vom 11.10.2017)

EY: Geldsegen für europäische Start-ups – fast acht Milliarden im ersten Halbjahr

Kapitalgeber investierten im ersten Halbjahr Rekordsummen in europäische Start-ups: Der Gesamtwert der Risikokapitalinvestitionen, die in Start-ups flossen, stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39 % auf 7, 6 Mrd. Euro. Die Zahl der Finanzierungsrunden legte um 35 % auf 1639 zu.

Britische Start-ups konnten mit 2, 4 Mrd. Euro – das entspricht einem Plus von 34 % – die höchsten Zuflüsse verbuchen. Dank einiger Mega-Deals konnte auch der Start-up-Standort Deutschland kräftig zulegen: Die Investitionen in deutsche Jungunternehmen haben sich von gut 970 Mio. auf 2, 13 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. In Frankreich war ein Wachstum von immerhin 22 % auf 1, 22 Mrd. Euro zu verzeichnen.

Nachdem Berlin im europäischen Städteranking im ersten Halbjahr 2016 "nur" den dritten Platz hinter London und Paris belegt hatte, schob sich die Bundeshauptstadt in diesem Jahr wieder vor die Seine-Metropole, liegt aber weiter hinter London: Umgerechnet insgesamt 1, 68 Mrd. Euro wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Londoner Jungunternehmen investiert (plus 139 %), Berliner Start-ups konnten 1, 47 Mrd. Euro einwerben (plus 177 %), während insgesamt 926 Mio. Euro an Pariser Unternehmen ging (plus 36 %).

Auf den Rängen vier und fünf folgen Stockholm mit 334 Mio. Euro und München mit 184 Mio. Euro. Neben München kann sich auch Hamburg mit einem Investitionsvolumen von 178 Mio. Euro unter den europäischen Top-10-Städten platzieren.

Das sind Ergebnisse des Start-up-Barometers der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young). Die Studie beruht auf einer Analyse der Risikokapitalinvestitionen in Europa. Die ausführliche PM sowie die Studie sind unter www.ey.com/de abrufbar.

(PM EY vom 16.10.2017)

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