IASB: Leitlinien zu IFRS for SME

-tb- Die IFRS-Stiftung hat am 26.6.2017 einen Entwurf zu den Leitlinien des "IFRS-for-SME-Standards" herausgegeben, mit der Bitte um Kommentierung durch die interessierte Öffentlichkeit bis zum 1.9.2017. Die Leitlinien wurden von der SME Implementation Group (SMEIG) entwickelt. Der Entwurf adressiert die bilanzielle Behandlung der Finanzgarantie eines Mutterunternehmens im Einzelabschluss des Unternehmens und wurde in Frage-Antwort-Form veröffentlicht. Die Leitlinien sind unter www.ifrs.org abrufbar.

FASB: ASU zur Bilanzierung von Variable Interest Entities

-tb- Der Financial Accounting Standards Board (FASB) hat am 22. Juni den Vorschlag für ein Accounting Standards Update (ASU) zur Reduktion der Kosten und Komplexität im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Variable Interest Entities (VIE) herausgegeben. Bei VIE handelt es sich um eine Beteiligungsform, bei der die Kontrolle eines beteiligten Investors nicht über die Mehrheit der Stimmrechte ausgeübt wird. Das ASU bezieht sich auf Unternehmen des privaten Sektors und gilt für Unternehmen des öffentlichen Sektors. Das ASU ist unter www.fasb.org abrufbar.

EFRAG: Veröffentlichung des Jahresberichts 2016

-tb- Die EFRAG hat am ihren Jahresbericht 2016 veröffentlicht. In diesem gibt EFRAG u. a. anhand von Beiträgen des EFRAG-Präsidenten Jean-Paul Gauzès und des EFRAG-Vorsitzenden Andrew Watchman Einblicke in die Finanzzahlen, ihre Prioritäten für die Zukunft und Übernahmeempfehlungen. Der Jahresbericht und die Pressemitteilung sind unter www.efrag.org abrufbar.

DRSC: Entwurf des Anwendungshinweises zu IFRS 2 (E-AH 4)

Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) hat am 28.6.2017 den Entwurf des Anwendungshinweises zu IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen" veröffentlicht. Stellungnahmen werden erbeten bis zum 11.8.2017 (bahrmann@drsc.de). Der IFRS-Fachausschuss (FA) hatte nach der Veröffentlichung der endgültigen Änderungen an IFRS 2 vom Juni 2016 und nach öffentlicher Konsultation festgestellt, dass die neuen Regelungen zur Bilanzierung von Nettoerfüllungsvereinbarungen den Fall von Kompensationszahlungen an Mitarbeiter aufgrund zu viel einbehaltener EK-Instrumente nicht hinreichend klar und präsent behandeln. Aus diesem Grund hatte der IFRS-FA beschlossen, den bilanzierenden Unternehmen mit dem Anwendungshinweis eine Hilfestellung zu geben. E-AH 4 "In Eigenkapitalinstrumenten erfüllte anteilsbasierte Mitarbeitervergütungen mit Nettoerfüllungsvereinbarungen: Bilanzierung von Kompensationszahlungen" ist keine Interpretation, sondern reproduziert die vom IASB/IFRS IC und seinem Mitarbeiterstab angestellten themenspezifischen Überlegungen, die jedoch nicht in IFRS 2 eingegangen sind. Unter www.drsc.de ist der Entwurf in deutscher und in in englischer Sprache abrufbar.

(www.drsc.de)

DRSC: Ergebnisse der FA-Sitzungen vom Juni 2017

Die Ergebnisberichte der FA-Sitzungen des DRSC vom 8./9.6.2017 (11. Gemeinsame Sitzung der FA, 59. Sitzung des IFRS-FA, 32. Sitzung des HGB-FA) sind unter www.drsc.de abrufbar.

PwC: IFRS 16 löst zwar keine Revolution aus – verursacht aber starken Mehraufwand

Der neue Leasingstandard IFRS 16 stellt viele deutsche Konzerne vor enorme Herausforderungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter den Immobilienmanagern ausgewählter Großunternehmen – davon die Hälfte aus dem Dax. So sehen 38 % der Befragten ihre Unternehmen von der ab 2019 geltenden Bilanzrichtlinie "stark betroffen", weitere 19 % immerhin "mäßig betroffen". "Der neue Leasingstandard läuft darauf hinaus, dass sich Großunternehmen von der beliebten Praxis verabschieden müssen, den überwiegenden Teil ihrer Leasingverträge außerhalb der eigenen Bücher zu führen", meint Susanne Eickermann-Riepe, Real Estate Leader und Partnerin bei PwC. Das "Operating Leasing", das dem Mieten eines Guts gleicht, werde damit in bilanzieller Hinsicht künftig weitgehend dem "Financial Leasing" gleichgestellt, das de facto dem Kauf entspreche. "Eine Folge dieser Umstellung ist, dass in vielen Unternehmen der Verschuldungsgrad ansteigen wird, weil die Leasinggebühren nun plötzlich als Verbindlichkeiten ausgewiesen werden müssen." Manche Experten hatten zuletzt gemutmaßt, dass Unternehmen ihre Entscheidungskriterien, ob sie Immobilien eher kaufen oder mieten, im Zuge von IRFS 16 überdenken würden. Die PwC-Umfrage liefert dafür aber keinen Beleg. Stattdessen zeigten sich die wesentlichen Auswirkungen des Standards an anderer Stelle, gaben die Immobilienmanager zu Protokoll. So verursachten die neuen Regeln einen immensen Aufwand – etwa was die Beschaffung der erforderlichen Daten zu Miethöhe und Mietdauer betrifft. "Auf kurze Sicht bedeutet IFRS 16 eine Belastung für die Unternehmen. Allerdings zeigen die zähen Umstellungsarbeiten zugleich, woran es im Immobilienmanagement immer noch mangelt – nämlich an den nötigen technischen Applikationen, um das eigene Leasinggeschäft überhaupt abbilden zu können. Insofern dürfte IFRS...

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt VerwalterPraxis. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich VerwalterPraxis 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge