KfW: Digitale Förderzusage für KfW-Mittelstandskredite

Deutsche Bank und Postbank setzen ab sofort als erste Finanzierungspartner die digitale Förderzusage für gewerbliche Programme der KfW um. Die Berater beider Banken können so in einem durchgängig onlinebasierten Verfahren KfW-Förderdarlehen für Finanzierungen mittelständischer Kunden beantragen, die Förderfähigkeit automatisiert prüfen lassen und unmittelbar eine verbindliche Förderzusage der KfW einholen. Damit reduziert sich die Wartezeit des Kunden bis zur Förderzusage von bislang mehreren Bankarbeitstagen auf wenige Sekunden. Die digitale Förderkreditzusage erlaubt für Investitionsvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen bereits während des Beratungsgesprächs bei der Hausbank Planungssicherheit für die Einbindung von KfW-Förderdarlehen zu erhalten. Zunächst laufen das besonders häufig nachgefragte gewerbliche Programm "KfW-Unternehmerkredit" sowie das "ERP-Regionalförderprogramm" über BDO (Bankdurchleitung Online 2.0). Weitere gewerbliche Produkte folgen nach und nach, sodass bis Ende 2017 digitale Förderzusagen für nahezu alle gewerblichen KfW-Produkte möglich sein werden. Es ist vorgesehen, dass sich alle Finanzierungspartner der KfW sukzessive bis Ende 2017 an die BDO-Plattform für gewerbliche Produkte anbinden. Weiterhin unverändert bleibt die Zusammenarbeit zwischen KfW und den Hausbanken.

(PM KfW vom 1.9.2016)

KfW: Europäische Förderinstitute unterstützen gemeinsam den Verbriefungsmarkt zugunsten des Mittelstands

Der Europäische Investitionsfonds (EIF) und nationale Förderbanken (National Promotional Institutes) starten die "EIF-NPI Securitisation Initiative" – ENSI. Anfang Juli haben sich der EIF, die KfW und weitere nationale Förderbanken auf ein gemeinsames Vorgehen zur Förderung des Verbriefungsmarkts zugunsten des Mittelstands in Europa verständigt. Ziel dieser Kooperation ist die gemeinsame Beteiligung an Verbriefungstransaktionen, um den Verbriefungsmarkt zu revitalisieren und somit die Refinanzierungsmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen in Europa zu verbessern. Im Rahmen der gemeinsamen Initiative ENSI wurden standardisierte Prozesse und Mindestkriterien definiert, unter denen sich die jeweiligen Förderinstitute an entsprechenden Verbriefungstransaktionen beteiligen können. Aktuell befinden sich bereits mehrere Transaktionen in der Pipeline. Über ENSI soll die kapitalmarktgestützte Mittelstandsfinanzierung im Sinne des Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) gestärkt werden. Die Arbeitsgemeinschaft steht darüber hinaus mit der Europäischen Kommission in einem Dialog zu der Möglichkeit, Mittel aus dem EFSI für solche Investitionen einzusetzen. Die ENSI-Partnerinstitute sind EIF (EIB Gruppe), KfW, bpifrance, Cassa Depositi e Prestiti (Italien), Malta Development Bank Working Group, Instituição Financeira de Desenvolvimento (Portugal), Instituto de Crédito Oficial (Spanien) und British Business Bank. Ausführliche Informationen zu ENSI finden Sie unter www.kfw.de.

(PM KfW vom 12.7.2016)

KPMG: Einbruch bei globalen VC-Investitionen in FinTechs – Deutschland verzeichnet hingegen Anstieg um 74 %

Die weltweiten Investitionen von Venture Capital-Unternehmen in Start-ups aus dem Finanzdienstleistungssektor ("FinTechs") haben sich im zweiten Quartal 2016 halbiert. Das ist das Ergebnis einer Analyse von KPMG und CB Insights. Die Unsicherheit auf den Weltmärkten in Verbindung mit hohen Bewertungen und bisher ausbleibenden IPO-Exits scheint zu einer Atempause bei Venture Capital-Investoren geführt zu haben, jedenfalls bei FinTech-Megadeals. Investitionen durch Banken in FinTechs und Versicherer in InsurTechs hingegen haben zugenommen. Die Gesamtinvestitionen in FinTechs weltweit stiegen von 5, 7 Mrd. US-Dollar (erstes Quartal 2016) auf 9, 4 Mrd. US-Dollar im zweiten Quartal. Dabei entfallen allerdings allein auf das Ant Financial-Investment in China 4, 5 Mrd. US-Dollar. Der Anteil der globalen Venture Capital-Investments ist hingegen auf 2, 5 Mrd. US-Dollar gesunken. Das ist ein Minus von 49 % gegenüber dem ersten Quartal 2016 (4, 9 Mrd. US-Dollar). Im gleichen Zeitraum verringerte sich die Zahl der Deals auf 195 (minus 12 %). Nach wie vor dominieren die USA die Venture Capital Deals im FinTech-Markt: Mit 1, 3 Mrd. US-Dollar im ersten Quartal 2016 decken sie trotz eines Rückgangs (erstes Quartal 2016: 1, 7 Mrd. US-Dollar) immer noch mehr als die Hälfte der VC-Investitionen weltweit ab. Den größten Einbruch erlebte Asien: Hier fiel das Investitionsvolumen von Venture Capital-Unternehmen in FinTechs von 2, 6 Mrd. US-Dollar im ersten Quartal 2016 auf 800 Mio. US-Dollar im zweiten Quartal. Europa zeichnet ein anderes Bild: Die VC-Investitionen erhöhten sich um 22 % auf 369 Mio. US-Dollar (erstes Quartal 2016: 303 Mio. US-Dollar). In Deutschland stieg die Summe der VC-Investitionen in FinTechs sogar um 74 % von 107 Mio. US-Dollar im ersten Quartal 2016 auf 186 Mio. US-Dollar im zweiten Quartal. Damit hat Deutschland Großbritannien überho...

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