EY: Zahl der Umsatz- und Gewinnwarnungen steigt im ersten Halbjahr auf Rekordhoch

Die starken Schwankungen auf den weltweiten Absatz- und Finanzmärkten führen dazu, dass immer mehr deutsche Unternehmen ihre Umsatz- oder Gewinnprognosen nach unten korrigieren müssen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres gab es insgesamt 26 Gewinn- oder Umsatzwarnungen, im Vorjahreszeitraum lag die Zahl bei 25. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2011 gaben die Unternehmen gerade einmal zwölf derartige Warnungen heraus. Besonders häufig enttäuschten Groß- und Einzelhändler sowie Chemieunternehmen ihre Anleger – jedes vierte Unternehmen aus diesen beiden Branchen musste im ersten Halbjahr eine Gewinnwarnung herausgeben.

Auf der anderen Seite übertrafen im ersten Halbjahr aber auch viele Unternehmen ihre ursprünglichen Prognosen: Insgesamt 43 sog. Gewinn- oder Umsatzerwartungen wurden veröffentlicht – das waren zwar deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum, als 61 derartige Prognosekorrekturen veröffentlicht wurden, aber erheblich mehr als z. B. im ersten Halbjahr 2014, als es nur neun Gewinn- oder Umsatzerwartungen waren.

Im Vergleich der Indizes im Prime Standard erweisen sich die Prognosen der DAX-Konzerne als besonders unzuverlässig: Insgesamt 13 Prognosekorrekturen wurden im ersten Halbjahr von den 30 DAX-Unternehmen veröffentlicht. In acht Fällen korrigierten die Unternehmen ihre Erwartungen nach oben, in fünf Fällen nach unten.

Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY, die veröffentlichungspflichtige Korrekturen an Gewinn- und Umsatzprognosen in den Jahren 2011 bis 2015 untersucht hat. Für die Analyse wurden alle 305 Unternehmen aus dem Prime Standard der Frankfurter Börse betrachtet.

Im Gesamtjahr 2015 mussten 44 % der im Prime Standard gelisteten Unternehmen mindestens einmal ihre eigene Prognose kassieren – für das laufende Jahr wird mit einem ähnlich hohen Anteil gerechnet. Üblicherweise wird das Gros der Gewinnwarnungen oder -erwartungen in der zweiten Jahreshälfte veröffentlicht.

Die ausführliche Pressemitteilung sowie die Studie sind unter www.ey.com abrufbar.

(PM EY vom 18.8.2016)

BDI/DB/IfM: Jeder dritte Euro in den großen Familienunternehmen wird durch Export verdient

Deutschlands große Familienunternehmen profitieren von ihrer Exportstärke. Etwa jeden dritten Euro verdienten sie im vergangenen Jahr durch die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen. Das zeigt die Studie "Die größten Familienunternehmen in Deutschland", die der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Deutsche Bank (DB) gemeinsam mit dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn jährlich veröffentlichen. An der Umfrage nahmen rund 380 der mehr als 4500 größten Familienunternehmen in Deutschland teil, die mindestens 50 Mio. Euro im Jahr umsetzen. Die USA haben im Vergleich zu 2011 China in der Rangliste der wichtigsten Exportländer überholt. Verteidigte Frankreich mit nahezu 35 % seinen Spitzenplatz, liegen die USA heute auf Rang 2 (2011: Rang 3). China hingegen ist im Fünf-Jahres-Vergleich hinter Österreich auf Rang 4 zurückgefallen (2011: Rang 2). Grund hierfür dürfte laut der Studie das nachlassende Wachstum der chinesischen Wirtschaft sein. Auch Russland verlor angesichts der politischen Spannungen und EU-Sanktionen an Bedeutung. "Der Mittelstand schaut natürlich auf geopolitische Entwicklungen. Ob sich die erfolgreiche Internationalisierung des Mittelstands fortsetzt, hängt nicht zuletzt davon ab, ob Handelshemmnisse zunehmen", sagt Stefan Bender, Leiter Firmenkunden Deutschland bei der Deutschen Bank. Größtes Absatzfeld für die größten deutschen Familienunternehmen bleibt der europäische Binnenmarkt. 71 % der wichtigsten Exportmärkte der Familienunternehmen liegen auf ihrem Heimatkontinent, wie die Studie zeigt. Knapp sechs von zehn der wichtigsten Handelspartner sind Mitglieder der EU. "Der offene Zugang zu internationalen Märkten ist essenziell. Der Brexit, aber auch die immer unruhigere Nachbarschaft Europas sorgen aber mittlerweile für große Verunsicherung", sagt Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. "Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA birgt da große Chancen. Für viele Mittelständler war der Marktzugang bisher zu aufwendig oder teuer. TTIP würde das ändern und dem deutschen Mittelstand Rückenwind in unsicheren Zeiten geben", sagt Lösch weiter.

(PM IfM vom 24.8.2016)

BDI/Kienbaum: Immer mehr Frauen in Führungspositionen

Deutsche Unternehmen planen, mehr Frauen in Führungspositionen einzusetzen. Das ergibt eine gemeinsame Studie des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und der Beratungsgesellschaft Kienbaum. Anlass ist die Halbzeit zwischen der Festlegung der Ziele aufgrund des Gesetzes zur Geschlechterquote Ende September 2015 bis zum Ende des ersten Berichtszeitraums Ende Juni 2017. Der BDI fordert, die gesetzlichen Vorgaben nun wirken zu lassen.

Der Studie zufolge planen die befragten Unternehmen Erhöhungen der Frauenanteile für ihre Vorstände um 3, 2 Pro...

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