PwC-Studie: IPO Watch Europe

Der Jahresauftakt an den europäischen Aktienmärkten lässt auf ein gutes Emissionsjahr 2013 hoffen: Im ersten Quartal gab es europaweit 44 Neuemissionen, die zusammen 3, 157 Mrd. Euro erlösten, wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC im "IPO Watch Europe Q1 2013" berichtet. Zwar blieb das Emissionsvolumen klar unter dem Wert des Schlussquartals 2012 (7, 538 Mrd. Euro), das Vorjahresquartal wurde jedoch um gut 37 % überboten.

Die europaweit meisten IPO gab es im ersten Quartal 2013 in London und Warschau mit jeweils 13 Notierungen. Die London Stock Exchange verbuchte allerdings mit 1, 878 Mrd. Euro einen weitaus höheren Emissionserlös als die Warschauer Börse (58 Mio. Euro). Die Deutsche Börse steuerte 1, 165 Mrd. Euro bei, dabei entfiel die gesamte Summe auf den Börsengang der LEG Immobilien AG.

Für eine Belebung des Emissionsgeschehens spricht zudem die allmähliche Rückkehr der Private-Equity-Fonds. Europaweit entfielen 28 % der IPO-Erlöse auf Unternehmen, die von Finanzinvestoren an die Börse gebracht wurden. In London lag der Anteil der sog. Exits am Emissionsvolumen sogar bei 47 %, nachdem Private-Equity-Fonds mehr als zwei Jahre lang keine Beteiligung an der Börse veräußert hatten.

Positive Impulse kamen im ersten Quartal auch aus den USA. An NYSE und NASDAQ starteten von Januar bis März 34 Unternehmen, der Emissionserlös belief sich umgerechnet auf 5, 836 Mrd. Euro. Damit wurden sowohl der Vorjahreswert (4, 368 Mrd. Euro) als auch der Wert aus dem Vorquartal (4, 870 Mrd. Euro) übertroffen.

In der "IPO Watch Europe" erfasst PwC vierteljährlich sämtliche Neuemissionen an den wichtigsten Börsen in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Holland, Irland, Italien, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien und im Vereinigten Königreich. Umplatzierungen zwischen verschiedenen Marktsegmenten eines Handelsplatzes bleiben ebenso unberücksichtigt wie Emissionen aus einer Mehrzuteilungsoption ("Greenshoe") im Rahmen eines IPO. Die Zahlenangaben im "IPO Watch Europe" beruhen ausschließlich auf von den Börsen übermittelten Daten. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.pwc.de/IPOwatch-europeQ12013.

(www.pwc.de)

E&Y-Studie: Deutscher IPO-Markt vielversprechend – weltweit aber schwacher Start in das IPO-Jahr 2013

Der weltweite Markt für Börsengänge (Initial Public Offerings, kurz IPO) kommt trotz der aktuellen Höchststände an den Aktienmärkten nicht so richtig in Schwung: In den ersten drei Monaten des Jahres fanden weltweit 153 Börsengänge statt, im Vorjahreszeitraum waren es 204. Dank einiger großer Börsengänge lag das Emissionsvolumen mit 24, 0 Mrd. US-Dollar um 33 % über dem Vorjahreswert (18, 0).

Geradezu eingebrochen ist der IPO-Markt in China, wo die Zahl der Börsengänge von 69 auf 11 sank. Auch in Europa wagten deutlich weniger Unternehmen den Sprung aufs Parkett: die Zahl der Börsengänge sank von 38 auf 26.

In Deutschland hingegen fiel der Jahresauftakt vielversprechend aus: Zwar gab es mit dem Börsengang des Immobilienunternehmens LEG nur einen IPO, dieser war mit einem Volumen von knapp 1, 6 Mrd. US-Dollar aber die zweitgrößte Transaktion des Jahres. Und weitere große IPO-Kandidaten stehen in den Startlöchern.

Das sind Ergebnisse des aktuellen weltweiten IPO-Barometers des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young.

Gemessen an der Zahl der Börsengänge waren die ersten drei Monate dieses Jahres das schwächste Quartal seit dem dritten Quartal des Jahres 2009, als bei 146 Börsengängen insgesamt 34 Mrd. US-Dollar eingesammelt worden waren.

Dabei waren in allen wichtigen Börsenplätzen Rückgänge zu verzeichnen: In China (inklusive Hongkong) ging die Zahl der IPO besonders stark von 69 auf 11 zurück, das Emissionsvolumen verringerte sich von 6, 4 auf 1, 1 Mrd. US-Dollar. Weniger stark fiel der Rückgang in Europa aus: Die Zahl der IPO sank von 38 auf 26, das Emissionsvolumen hingegen stieg von 3, 3 auf 4, 9 Mrd. US-Dollar. In den USA wagten im ersten Quartal dieses Jahres zwar ebenfalls weniger Unternehmen den Sprung aufs Parkett – die Zahl der IPO ging von 48 auf 34 zurück –, das Emissionsvolumen stieg aber von 6, 3 auf 8, 6 Mrd. US-Dollar.

„In den vergangenen sechs Monaten gab es in Deutschland insgesamt drei größere IPOs mit einem Volumen von jeweils mehr als 500 Millionen. Das zeigt nach mehreren mageren Jahren, dass hierzulande noch größere Börsengänge möglich sind – das ist ein wichtiges Signal für den Primärmarkt Deutschland“, stellt Martin Steinbach, Leiter des Bereichs IPO and Listing Services bei Ernst & Young, fest. Der Markt sei inzwischen wieder aufnahmebereit, Investoren sind durchaus offen für ein Engagement in Deutschland.

Dass die Furcht vor einer weiteren Eskalation der europäischen Schuldenkrise in den vergangenen Wochen wieder deutlich gestiegen sei, trage zwar nicht zu einer positiven Grundstimmung unter den Marktteilnehmern bei. Steinbach betont aber: "Bislang hatten weder die Wahl in Italien...

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