BReg: Systemrelevante Banken werden häufiger geprüft

Der zeitliche Abstand zwischen Routineprüfungen bei Banken variiert je nach Systemrelevanz des betroffenen Instituts. Wie die Bundesregierung (BReg) in ihrer Antwort (17/10931) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/10592) schreibt, wird in drei Stufen "hohe", "mittlere" und "niedrige" Systemrelevanz unterschieden. Bei Instituten mit hoher Systemrelevanz sei eine Routineprüfung jederzeit möglich. Hingegen finde eine Routineprüfung bei Instituten mit niedriger und mittlerer Systemrelevanz immer erst im Abstand von mehreren Jahren statt. Die Zugehörigkeit zu einem Bankenverband bedeute nicht von vornherein eine Erleichterung in Bezug auf eine Prüfung, erläutert die Bundesregierung.

(hib vom 13.11.2012)

KfW: German Private Equity Barometer – Stimmung am Beteiligungsmarkt erholt sich

Das German Private Equity Barometer erholt sich im dritten Quartal und gleicht seinen starken Rückgang im zweiten Quartal fast vollständig aus. Der Geschäftsklimaindex für den deutschen Beteiligungskapitalmarkt steigt um knapp 19 Zähler auf 42, 3 Punkte. Die befragten Beteiligungsgesellschaften bewerten sowohl die Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen besser als im letzten Quartal. Der Anstieg des Geschäftsklimas folgt der Beruhigung auf den Finanzmärkten. Die Beteiligungsfinanzierer schätzen sowohl Fundraising- als auch Exitbedingungen neu deutlich positiver ein. Eine Trendwende ist das noch nicht: Die Befragten erwarten höhere Portfolioabschreibungen. Im Frühphasensegment sind die Nachfrage nach Beteiligungskapital und die Qualität der eingehenden Investment Proposals hoch. Der Teilindikator zur Qualität der Proposals erreicht im dritten Quartal ein Allzeithoch. Im Gegensatz dazu sinkt im Spätphasensegment die Nachfrage nach Beteiligungskapital erneut; die Qualität der Investment Proposals stagniert auf niedrigem Niveau. Das aktuelle German Private Equity Barometer steht unter www.kfw.de/gpeg zum Download zur Verfügung.

(www.kfw.de)

KfW: Mittelstandspanel 2012 – stabile Rentabilität und verbesserte Eigenkapitalausstattung

Die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland waren im Jahr 2011 Zugpferd und Jobmotor der deutschen Volkswirtschaft. Die Umsätze sind um 8, 1 % gestiegen (2010: +6, 7 %), hiervon stimuliert ist auch die Beschäftigtenzahl deutlich gewachsen: Erstmals waren mit 29, 1 Mio. Menschen mehr als 70 % aller Erwerbstätigen in Deutschland im Mittelstand beschäftigt. Die Zahl der bei mittelständischen Unternehmen tätigen Arbeitnehmer ist um 925 000 gestiegen, während Großunternehmen und öffentliche Arbeitgeber Arbeitskräfte abgebaut haben. Damit wurde der gesamtwirtschaftliche Zuwachs an Erwerbstätigen im Jahr 2011 vollständig vom Mittelstand getragen. Dies sind die zentralen Ergebnisse des KfW-Mittelstandspanels 2012. Die positive Entwicklung der mittelständischen Unternehmen im Jahr 2011 schlägt sich auch in einer stabilen Rentabilität und verbesserten Eigenkapitalausstattung nieder. So ist die durchschnittliche Umsatzrendite im gesamten Mittelstand im Jahr 2011 um 0, 1 Prozentpunkte auf 5, 7 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Gleichzeitig bereitet sich der Mittelstand angemessen auf die verschärften Kreditvergaberichtlinien infolge von Basel III vor: Die mittelständischen Unternehmen verbesserten ihre durchschnittliche Eigenkapitalquote auf 26, 9 % (2010: 26, 6 %). Speziell für kleinere Mittelständler ist auch mit einer weiteren leichten Stärkung ihrer Eigenkapitalbasis zu rechnen. Entsprechend hoch ist auch die Kraft im Mittelstand, Investitionen mit Eigenmitteln zu finanzieren, die nach wie vor die mit großem Abstand wichtigste Quelle zur Investitionsfinanzierung sind: Mit 104 Mrd. Euro wurden deutlich mehr Eigenmittel zur Finanzierung eingesetzt als 2010. Im Gegenzug ist der Bedarf an Krediten zur Investitionsfinanzierung im dritten Jahr in Folge gesunken und beläuft sich 2011 noch auf 100 Mrd. EUR (–5, 7 %), während die Investitionsausgaben um 18 Mrd. EUR gestiegen sind. Das KfW-Mittelstandspanel 2012 ist unter www.kfw.de im Bereich Research abrufbar.

(www.kfw.de)

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