BDU-Marktstudie: Facts & Figures zum Beratermarkt 2010/2011

Die deutschen Unternehmensberater haben nach dem Krisenjahr 2009 2010 den Branchenumsatz um 6, 9 % auf 18, 9 Mrd. Euro gesteigert (2009: 17, 6 Mrd. Euro). Dies ist ein Ergebnis der Marktstudie "Facts & Figures zum Beratermarkt 2010/2011" des Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU). Dreiviertel der Beratungsgesellschaften erwarten 2011 steigende Umsätze. Hieraus ergibt sich für das laufende Jahr eine Wachstumsprognose für den Gesamtmarkt von knapp sieben Prozent. Für die weitere Branchendynamik sollen einerseits die Verarbeitende Industrie und andererseits wachstumsorientierte Projekte sorgen.

Ausdruck der wieder mehr wachstumsgetriebenen Themen sei der Wunsch der Klienten nach Unterstützung in Strategiefragen. Die wieder schnell gestiegene Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen löste 2010 bei vielen Firmen einen Beratungsbedarf bei den Themen Unternehmensfinanzierung (+ 9, 5 %), Marketing/Vertrieb (+ 9, 0 %) sowie Innovation (+ 8, 6 %) aus. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Human Resources Beratung gestiegen. Mit angepassten Personalstrategien und gezielten Anstrengungen bei der Führungskräfteentwicklung sowie im Talentmanagement reagierten Industrie, Wirtschaft und Verwaltung auf die aktuellen Anforderungen im Arbeitsmarkt.

Besonders zuversichtlich für 2011 zeigen sich die Consultingunternehmen der Größenklassen 5 bis 45 Mio. Euro sowie 500 000 bis 1 Mio. Euro Umsatz. Hier gehen jeweils rund 90 % von einem Umsatzplus aus. Die Marktschwergewichte mit mehr als 45 Mio. Euro Umsatz sind mit einem Anteil von 70 % etwas vorsichtiger in ihrer Prognose. Starke Impulse sollen nach Einschätzung der Befragungsteilnehmer im laufenden Geschäftsjahr wieder von den Themen "Unternehmensentwicklung/Innovation", "Unternehmensstrategie" sowie "Marketing- und Vertriebsstrategien" ausgehen. Jeweils 30 % erhoffen sich durch solche Beratungsprojekte sogar ein zweistelliges Plus.

Parallel – so die Studie – wachsen die Anforderungen an die Unternehmensberatungsgesellschaften selbst. So seien 70 % der Top-60-Unternehmensberatungen und 80 % der großen Marktteilnehmer zwischen 10 und 45 Mio. Euro Umsatz der Meinung, dass es in der Branche verstärkt zu Fusionen innerhalb der Gruppe der Top-Management- und IT-Beratungen kommen werde. Jüngst wären geplante Zusammenschlüsse von Booz/A.T. Kearney sowie Deloitte/Roland Berger allerdings gescheitert. Weiterhin gewönnen die Beratungsthemen, bei denen Spezialwissen benötigt werde, aus Sicht der Studienteilnehmer zunehmend an Bedeutung.

2010 arbeiteten in Deutschland mehr als 87 000 Unternehmensberater (+ 3, 2 %) in rund 13 850 Beratungsfirmen (+ 4, 4 %). Insgesamt waren 2010 über 117 000 Mitarbeiter in der Consultingbranche in Deutschland beschäftigt. Die ausführliche Pressemitteilung dazu finden Sie unter www.bdu.de.

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