KfW/BVK-Studie: Nach dem German Private Equity Barometer kühlt die Stimmung auf dem Beteiligungsmarkt leicht ab

Das von der KfW Bankengruppe und dem Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) erstellte German Private Equity Barometer ist nach der Hochstimmung in der Mitte des Jahres 2010 im vierten Quartal 2010 um 4, 3 Zähler auf 41, 2 Punkte gefallen. Ausschlaggebend für diesen Rückgang ist eine im Vergleich zum Vorquartal etwas schlechtere Bewertung der aktuellen Geschäftslage. Für die kommenden sechs Monate sind die Beteiligungskapitalgeber jedoch fast unverändert optimistisch.

Die Marktstimmung entwickelt sich gemäß der Studie zum Ende des Jahres 2010 in den beiden Segmenten des Beteiligungskapitalmarkts – der Früh- und der Spätphase – gegenläufig. Während sich das Geschäftsklima im Frühphasensegment des Beteiligungskapitalmarkts verschlechtert, steigt der Indikator für das Spätphasensegment an. Die Abkühlung des Geschäftsklimas im Frühphasensegment – so KfW/BVK – ist maßgeblich auf die negativen Bewertungen weniger großer Beteiligungsgesellschaften zurückzuführen. Die kleinen und mittleren Beteiligungsgesellschaften seien dort aber nach wie vor positiv gestimmt. Daher könne erwartet werden, dass sich das Geschäftsklima im Frühphasensegment in absehbarer Zeit wieder erholen und sich der Stimmungsaufschwung im Gesamtmarkt weiter anhalten werde.

Zahlreiche Faktoren stützten die insgesamt gute Stimmung am Beteiligungskapitalmarkt. Im Vergleich zum dritten Quartal 2010 verbesserten sich vor allem die Bewertungen der Fundraisingsituation, der Exitmöglichkeiten sowie des Abschreibungsbedarfs. In Bezug auf die Fundraisingsituation werde der vorangegangene Stimmungseinbruch mehr als wettgemacht, wodurch die Stimmungslage erstmals wieder auf Vorkrisenniveau zurückkehre. Dies gelte auch für die Faktoren Exitmöglichkeiten und Abschreibungsbedarf, bei denen der Stimmungsaufschwung seit dem Tiefpunkt Anfang des Jahres 2009 ununterbrochen anhalte.

Die ausführliche Analyse ist unter www.kfw.de abrufbar.

(www.kfw.de)

PwC-Studie: Private Equity bleibt mit altem Geschäftsmodell erfolgreich

Wie aus dem "Private Equity Trend Report 2011" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor geht, hat knapp die Hälfte der rund 200 befragten Gesellschaften im abgelaufenen Jahr mehr investiert als 2009, während nicht einmal jede fünfte ihr Engagement zurückgefahren hat. Für das laufende Jahr planen sieben von zehn Finanzinvestoren mit höheren Neuinvestitionen, von den deutschen Befragten sagen dies sogar über 80 %. Bemerkenswert sei – so die Studie –, dass die zurückliegende Finanzkrise bei mehr als 90 % der Fonds nach eigener Einschätzung keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäftsmodell hatte.

Bei Neuengagements im Jahr 2011 wird der Kreditanteil ("Debt to Equity Ratio") nach Einschätzung der meisten deutschen Befragten (64 %) zwischen 50 und höchstens 60 % liegen. Gut jeder vierte Fonds (27 %) rechnet mit einem Anteil der Kreditfinanzierung von weniger als 50 %, während nur 3 % mehr als 60 % der Kaufsumme leihen wollen.

Dabei rechnet die überwiegende Mehrheit der Fonds nicht damit, dass eine restriktivere Kreditvergabe durch die Banken die Finanzierung erschweren könnte. Im Gegenteil erwarten 62 % der deutschen und 41 % der ausländischen Private-Equity-Gesellschaften für 2011 eine Verbesserung der Kreditverfügbarkeit, eine Verschlechterung befürchten lediglich 3 % bzw. 5 % der ausländischen Fonds.

An der Studie beteiligten sich knapp 200 Private-Equity-Gesellschaften, darunter 34 aus Deutschland. Jeder vierte Fonds verwaltet ein Vermögen von über einer Mrd. Euro.

Ausgesprochen zuversichtlich auf 2011 blicken die deutschen Fonds. Jeder zweite rechnet mit einer "signifikanten" Marktbelebung, während diese Einschätzung nur von 12 % der ausländischen Gesellschaften geteilt wird. Zudem wollen mehr deutsche Befragte (47 %) die Zahl ihrer Neuerwerbungen gegenüber 2010 "deutlich" steigern als ausländische Fonds (27 %).

Investitionschancen sehen die meisten Befragten (75 %) beim Verkauf von Unternehmen, die mehrheitlich in Besitz von Privatpersonen sind. Knapp 70 % setzen auf die Übernahme von Unternehmensbereichen, die von Konzernen ausgegliedert werden. Die Übernahme von Portfoliounternehmen im Besitz anderer Private-Equity-Fonds ist für immerhin 71 % der deutschen, aber nur 56 % der ausländischen Fonds eine Option.

Ungeachtet der verhaltenen Konjunkturentwicklung in Westeuropa bietet die Region nach Ansicht der relativ meisten Befragten (53 %) auch auf Sicht der kommenden fünf Jahre die besten Investitionschancen. Mit deutlichem Abstand folgen Asien (35 %) und Osteuropa (30 %).

Besonders positiv fällt mittlerweile die Einschätzung für den Investitionsstandort Deutschland aus. Aktuell halten 52 % der Befragten die Rahmenbedingungen hierzulande für gut oder sehr gut, nur 15 % bewerten sie als schlecht oder sogar sehr schlecht. Damit hat sich das Image Deutschlands in der Private-Equity-Branche binnen weniger J...

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