Da die Gesetzesbegründung zu Recht anführt, dass ein praktischer Bedarf danach besteht, Teilinvestmentvermögen bzw. Teilgesellschaftsvermögen auch für geschlossene Investmentvermögen zu nutzen, ist zu vermuten, dass von dieser neuen Möglichkeit nunmehr auch rege Gebrauch gemacht wird. Nicht ausgeschlossen ist, dass dies zu einer gewissen Zunahme der Auflage geschlossener Investmentvermögen in Deutschland bei gleichzeitiger Abnahme der Auflage in ausländischen Jurisdiktionen führt, zumindest soweit diese bisher (insbesondere auch) ausgewählt wurden, weil sie die Möglichkeit zur Bildung von Teilinvestmentvermögen anbieten. Die Statistiken der Investmentbranche werden hierüber zukünftig Aufschluss geben. In jedem Fall sollten die aufgezeigten redaktionellen Mängel noch behoben werden, um eine einwandfreie Handhabung der neuen Vorschriften zu gewährleisten. Die Einführung von Teilgesellschaftsvermögen für geschlossene Investmentvermögen bietet aus steuerlicher Sicht durch die Nutzung einer InvKG die Chance, einzelne Teilgesellschaftsvermögen einer InvKG hinsichtlich ihrer Einkünftequalifikation unterschiedlich auszugestalten. Auf diesem Weg kann die Strukturierung gezielt auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Anlegergruppen und Asset-Klassen ausgerichtet werden.

 

Dr. Ludger C. Verfürth, LL.M., RA, ist Partner bei Ebner Stolz am Standort Hamburg. Seine Tätigkeitsschwerpunkte umfassen u. a. Alternative Finance, Investment Funds, Investment Products sowie Compliance.

Arne Hecht, RA und StB, ist Partner bei Ebner Stolz am Standort Hamburg. Seine Tätigkeitsschwerpunkte bilden u. a. Immobiliensteuerrecht, Besteuerung von Fonds, die Beratung mittelständischer Unternehmen sowie Internationales Steuerrecht.

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