Bezüglich der Löschpflichten ist zu differenzieren, ob es sich um Daten von Interessenten für eine Mietwohnung oder ein Verkaufsobjekt handelt.

Bei Daten für ein Verkaufsobjekt ist weiter zu differenzieren, ob es zu einer Identifizierung gemäß GwG gekommen ist oder diese Identifizierung unterbleiben konnte, weil bei dem Interessenten kein ernsthaftes Interesse am Erwerb bestand.

Nach Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO dürfen personenbezogene Daten nur so lange gespeichert werden, wie dies für einen bestimmten Verarbeitungszweck erforderlich ist. Ist also eine Identifizierung nach GwG nicht erfolgt und der Interessent hat sich nur für eine bestimmte Wohnung interessiert, so sind nach Absage des Interessenten bzw. nach Verkauf oder Vermietung dieser Wohnung die Interessentendaten zu löschen. Besteht aber ein allgemeiner Auftrag des Interessenten für die Vermittlung einer Wohnung, so dürfen die Daten weiterhin gespeichert werden. Es ist aber eine Routine für die Löschung von Interessentendaten oder ein Turnus für eine regelmäßige Überprüfung festzulegen, ob von Seiten des Betroffenen überhaupt noch Interesse an der Erfüllung des Vermittlungsauftrags besteht. Ist der Betroffene an der Vermittlung nicht mehr interessiert, sind die Daten zu löschen.

Ist eine Identifizierung nach dem GwG erfolgt, sind die Unterlagen aus der Identifizierung 5 Jahre aufzubewahren (wenn sich aus anderen Gesetzen keine längeren Aufbewahrungsfristen ergeben) und danach unverzüglich zu löschen.[1]

[1] Zu Einzelheiten der Löschpflichten nach GwG siehe Beitrag "Löschkonzepte und Archivierung von Daten".

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