Die CO2-Bepreisung hat sich in den letzten Jahren als eines der effektivsten Instrumente im Kampf gegen den Klimawandel herausgestellt und wird immer mehr Einfluss auf die Kosten für fossile Brennstoffe haben.

Grundidee

Die Grundidee der CO2-Bepreisung ist, den Preis für das Ausstoßen von CO2 festzulegen, um Anreize für den Umstieg auf umweltfreundlichere Alternativen zu schaffen. Es gibt verschiedene Modelle der CO2-Bepreisung, darunter CO2-Steuern, Emissionshandelssysteme und Hybridmodelle, die Elemente beider Ansätze kombinieren. Unabhängig vom gewählten Modell, führt die CO2-Bepreisung jedoch generell zu höheren Preisen für fossile Energieträger, da die Emissionskosten nun in den Gesamtpreis einfließen. Und das wird ganz sicher bei der Entscheidung für notwendige Sanierungsmaßnahmen weiterhelfen.

Preisentwicklung von Öl und Gas

Die Einführung einer CO2-Bepreisung hat unmittelbare Auswirkungen auf die Kosten von Heizöl und Erdgas. Während die Preise für diese Energieträger traditionell von Angebot und Nachfrage, geopolitischen Faktoren und Wirtschaftszyklen beeinflusst wurden, kommt mit dem Preis für CO2-Emissionen ein weiterer, steigender Kostenfaktor hinzu. Dieser ist in vielen Ländern progressiv gestaltet und soll in den kommenden Jahren weiter ansteigen, um den Umstieg auf erneuerbare Energien zu beschleunigen. Unsere Multikrisen wie die Kipp-Punkte bei der Erderwärmung oder ein Angriffskrieg durch unseren Hauptlieferanten machen das Ganze auch nicht besser.

Das Heizen mit Öl und Gas wird durch die CO2-Bepreisung immer teurer und könnte in absehbarer Zeit zu einem Luxusgut werden, das sich nur noch wenige leisten können. Aktuelle Schätzungen gehen von 160 bis 200 EUR/t aus. Dieser Trend wird noch durch zusätzliche Steuern und Abgaben verstärkt, die viele Länder erheben, um erneuerbare Energien zu fördern. Für Haushalte mit geringem Einkommen kann das finanziell problematisch werden.

Der Trend lässt sich nicht umkehren und er wird günstiger

Die Heiztechnologie ist einem ständigen Wandel unterworfen. Wärmepumpen, Solarthermie und Pellet-Heizungen sind nur einige der Optionen, die sich in den letzten Jahren als effizient und umweltfreundlich erwiesen haben. Wer heute ein neues Haus baut, benötigt ohnehin schon einen regenerativen Anteil von 65 % für die Wärmeerzeugung. Der Trend geht eindeutig in Richtung erneuerbarer Energien, nicht nur aufgrund der Klimaziele, sondern auch wegen der technologischen Fortschritte, die diese Energieträger immer kosteneffizienter machen.

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