03.09.2012 | Top-Thema SAP Forum Immobilienwirtschaft 2012 - Fragen an Hersteller von Immobiliensoftware

6 Fragen an... Promos Consult

Kapitel
Jens Kramer, CEO, Promos Consult
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Unternehmen: PROMOS consult gehört zu den führenden Beratungs- und Systemhäusern in der deutschen Immobilienwirtschaft.

Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Prozessberatung und die
angepasste Entwicklung von Softwareprogrammen auf SAP-Basis. Darüber hinaus bietet PROMOS Full Service mit IT-Dienstleistungen und eigenem Rechenzentrum an. Die Tochterunternehmen erweitern das Portfolio um Beratungs- und Serviceleistungen im Bereich Facility Management, Controlling, Immobilienportfoliomanagement, Risiko- und Finanzmanagement sowie um Portalprodukte.

 

Frage 1: Herr Kramer, was sehen Sie als die bedeutendste Veränderung im Umfeld der SAP-basierten IT-Anbieter für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft an?

Kramer: Erstens: Den nachhaltigen Bedarf, das eher funktional geprägte SAP System in einfache und verständliche Prozesse strukturieren zu können. Heute haben viele Unternehmen zwar ein SAP-System, aber die Prozesslogik wird im Excel dokumentiert. Das SAP System muss sich bezahlt machen. Zweitens: Der ganzheitliche Einsatz mobiler Lösungen. Senkt Kosten. Ist einfach und verständlich. Auch für kleinste Kunden interessant.

Frage 2: Was hat sich innerhalb Ihrer Firma im letzten Jahr getan?

Kramer: Das überwiegend Dienstleistungs-orientierte Geschäft im SAP-ERP Umfeld ist in der Form der letzten Jahre nicht mehr alleine zukunftsfähig. Die Nachfrage des Marktes fordert wesentlich stärker fertige Lösungen, die schnell und schrittweise ausgeliefert und implementiert werden können. Auf diese Anforderung haben wir uns eingestellt und Investitionen in Softwareentwicklung besonders in den Bereichen der mobilen Lösungen und BI weiter ausgebaut. Wir haben noch nie soviel in neue Lösungen investiert wie 2012. Zusätzlich haben wir uns organisatorisch neu ausgerichtet, indem wir für die Integration der entwickelten Lösungen mit dem Bereich Business Process Engineering eine neue Einheit geschaffen haben. Damit sehen wir uns sowohl organisatorisch als auch inhaltlich hervorragend aufgestellt.

Frage 3: Wie integrieren Sie ggfs. die Zukäufe?

Kramer: Konsequent und nutzbringend für unsere Kunden. Die neuen Kollegen von IMMOLOGIS wurde vom ersten Tag in die jeweiligen Bereiche voll integriert. Dadurch konnten wir optimal die Synergien aus den unterschiedlichen Erfahrungen im gemeinsamen Kundenmarkt ausnutzen.

Frage 4: Auf welche Themen setzen Sie, um sich von der Konkurrenz SAP-Umfeld - auch vom Mutterlieferanten - abzuheben?

Kramer: Auf einfache und schlanke Lösungen zur Prozessoptimierung. Unser Angebot umfasst: Musterlösungen, um Prozesse optimieren und steuern zu können. Dazu gehören: Prozesscockpit, Ticketsystem, Elektronischer Schreibtisch, Mobiles Formularwesen (IMMOLOGIS Plattform). Musterprozesse auf der mobilen Plattform (IMMOLOGIS), z.B. Vermietung und Mieterwechsel, Kleinreparaturmanagement (KRM), Leerwohnungssanierung (LWS), Bauabnahme, Baufortschritt, Objektbegehung, Verkehrssicherung Selfservice (Mieter- und Interessentenportal). Immobilienportfoliomanagment-Systeme, Immobiliencontrolling und Planungslösungen. Ganzheitliche Referenzlösung für Facility Services.

Frage 5: Wie ist die Umsatzverteilung innerhalb Ihrer Immobiliensparte?

Kramer: 75% Wohnungswirtschaft / 25% außerhalb

Frage 6: Wen haben sie im letzten Jahr als Neukunden hinzugewonnen?

Kramer: Zum Beispiel: ABG, Stadt Basel, NH, MEAG MUNICH ERGO und die Bayerische Versorgungskammer.

Weitere Interviewpartner: Marco Hofmann, Director Industry Solutions, SAP AG (Seite 7) und Andreas Mahrholz, Senior Consultant, Solreco GmbH (Seite 8).

Schlagworte zum Thema:  Interview, Immobilien-Software, SAP-Kongress

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