03.09.2012 | Top-Thema SAP Forum Immobilienwirtschaft 2012 - Fragen an Hersteller von Immobiliensoftware

6 Fragen an... Comline AG

Kapitel
Frank Becker, Mitglied der Geschäftsleitung, Comline AG
Bild: Comline AG

Das Unternehmen: Die COMLINE AG mit Hauptsitz in Hamburg ist Innovationspartner für IT-gestützte Prozesse und Technologien. COMLINE verbindet Welten: IT-Technologie-Kompetenz mit Verständnis für Geschäftsprozesse und Individualität mit Standards. Als strategischer Beratungspartner schaffen wir für Ihr Unternehmen passgenaue Lösungen mit messbarem Nutzen in Effizienz und Qualität.

Frage 1: Herr Becker, Promos kauft Immologis, Comline CEO: was sehen Sie als die bedeutendste Veränderung im Umfeld der SAP-basierten IT-Anbieter für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft an?

Becker: Da fehlt noch Haufe-Lexware kauft ESS. Verblüffend. Sollte ja in Familienbesitz bleiben. Ich war sehr überrascht. Daraus resultieren nämlich Fragen: Wie entwickelt sich die ESS-Partnerschaft mit SAP in Zukunft?  Und was folgt daraus für den Markt? Die stattgefundene und weiterhin stattfindende Marktkonsolidierung war aus den Entwicklungen der letzten Jahre absehbar. Wir halten auch weiterhin Augen und Ohren auf, um ggf. weitere interessante Akquisitionen zu tätigen.

Frage 2: Was hat sich innerhalb Ihrer Firma im letzten Jahr getan?

Becker: Der Kauf und Mehrheitserwerb von Wiscore. Sowie der Erwerb der CEO AG, um das Consulting zu stärken. Wir haben unseren Marktauftritt überarbeitet. Die Homepage ist komplett neu und wird auch im Immobilienbereich relauncht – sogar mit eigener Adresse. Es ist ein Refresh mit  konsequenter Fortführung unserer Strategie, Comline als Innovationspartner für alle Geschäftsprozesse mit IT-Unterstützung zu positionieren.

Frage 3: Wollen Sie alle über den einen Comline-Kamm scheren?

Becker: Größere Wohnungsunternehmen brauchen alle früher oder später SAP. Wir haben in den vergangenen Jahren mit individuellen Ausprägungen gepunktet. Eben das COMLINE-Prinzip, so viel Standard wie nötig und so viel Individualität wie möglich. Nun haben wir auch das Wiscore Template RUN Easy im Portfolio, natürlich in Verbindung mit allen Wartungs- und Beratungsleistungen. Das ist unser Angebot für die mittleren und kleineren Wohnungsunternehmen.

Frage 4: Auf welche Themen setzen Sie, um sich von der Konkurrenz SAP-Umfeld - auch vom Mutterlieferanten - abzuheben?

Becker: Wir sind ganzheitlich aufgestellt und bieten in allen Segmenten optimale Prozessbetreuung. Von der konzeptionellen Beratung über die Installation von Hard- und Software bis hin zu Betriebsservices. Im Immobilienbereich bieten wir hochkompetente Geschäftsprozessoptimierung und mit unserer Genossenschaftslösung mischen wir den wohnungswirtschaftlichen Markt auf. Wiscore hatte außerdem ein wichtiges Standbein im E-Commerce: Wir führen Einkaufsoptimierungen etwa durch Einsatz unseres Einkaufsportals oder einer Handwerkerkopplung durch. Wir können die Beschaffung konzernweit bündeln und tragen somit zu einer signifikanten Optimierung des Bestellprozesses bei. Die von uns übernommene CEO hat in vielen Wirtschaftssegmenten Erfahrungen vorliegen. Die daraus resultierenden Geschäftsprozessoptimierungen sind in beide Richtungen interessant. Instandhaltung etwa in der Immobilienwirtschaft ist ein Massenprozess. Vom Einsatz eines Einkaufsportals profitieren auch andere Branchen. Denn Beschaffung von Reparaturen ist eine Dienstleistungsbeschaffung wie jede andere auch. Umgekehrt lebt beispielsweise der Handel seine knappen Margen. Den aus diesen Erfahrungen resultierenden Einkaufsprozess zu optimieren ist eines unserer Anliegen.

Frage 5: Wie ist die Umsatzverteilung innerhalb Ihrer Immobiliensparte?

Becker: 70 % Wohnungswirtschaft, 30 % außerhalb

Frage 6: Wen haben sie im letzten Jahr als Neukunden hinzugewonnen?

Becker: Für größere Unternehmen ab 10.000 Wohneinheiten ist der Weg in Richtung SAP vorgezeichnet. Für die kleineren gibt es die Templatevariante. Jede Lösung hat Vor- und Nachteile. Jedes Unternehmen muss schauen, was besser zu ihm passt. Wo Geschäftsführer Mut zur Optimierung zeigen und Ihrem Willen zur Veränderung auch Taten folgen lassen, dort sind wir zugegen. Im letzten Jahr hat sich der Düsseldorfer Bau und Sparverein für das Template und die Neue Lübecker für die Genossenschaftslösung entschieden. Alles in allem sind wir aber der Innovationspartner für groß und klein, wenn es um IT-gestützte Prozesse und Technologien geht – dann verbinden wir gewissermaßen Welten.

Schlagworte zum Thema:  Interview, Immobilien-Software, SAP-Kongress

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