05.06.2014 | Interhyp/JLL

Zinsen für Immobilienkredite auf Rekordtief

Immobilienkredite sind so günstig wie nie
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Senkung des Leitzinses von 0,25 auf 0,15 Prozent durch die Europäische Zentralbank (EZB) macht dem Finanzierungsvermittler Interhyp zufolge Immobilienkredite noch günstiger. Laut JLL werden vor allem durch die Senkung des Einlagensatzes in den Negativbereich die Transaktionen in Deutschland weiter befeuert.

Der Einlagensatz, zu dem Banken kurzfristig Geld bei der Notenbank parken können, sinkt von bisher null Prozent auf minus 0,10 Prozent. Dem Immobiliendienstleister JLL zufolge will die EZB mit dieser Maßnahme die europaweite Kreditvergabe forcieren.

"Aus Immobiliensicht sollten diese Zinssenkungen eine positive Wirkung ausüben und das Transaktionsgeschehen in Deutschland weiter befeuern", so Timo Tschammler, bei JLL Member of the Management Board Germany. Neben den günstigen Finanzierungszinsen wirkt sich der gestiegene Wettbewerb der Kreditgeber untereinander positiv auf die Gesamtfinanzierungskonditionen der Kreditnehme aus. Damit manifestiert sich der aktuell schon deutliche Abstand zwischen Finanzierungszins und der Immobilienrenditen.

Die niedrigen Renditen für Anleihen und Pfandbriefe führen dazu, dass Kreditinstitute Immobilienfinanzierungen so billig wie selten in der Geschichte der Bundesrepublik vergeben können. Wie eine Auswertung des Baugeldvermittlers ergeben hat, erhalten Kreditnehmer ihr Darlehen bei den günstigsten Anbietern für knapp zwei Prozent.

Die Mehrheit der Kreditnehmer erhält nach Berechnungen von Interhyp aktuell einen Immobilienkredit mit zehnjähriger Zinsbindung zu Konditionen ab 2,22 Prozent. Für eine Monatsrate von 1.000 Euro lässt sich mit dem genannten Zinssatz ein Darlehen über rund 285.000 Euro aufnehmen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienkredit

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