| Dr. Lübke & Kelber

Wohninvestments: 19 Milliarden Euro Transaktionsvolumen in den ersten drei Quartalen 2015

Acht Milliarden Euro am Transaktionsvolumen entfielen auf die Übernahme der Gagfah durch die Deutsche Annington (Vonovia)
Bild: Vonovia

Das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Wohninvestmentmarkt lag zwischen Januar und einschließlich September 2015, laut einer Studie von Dr. Lübke & Kelber, bei rund 19 Milliarden Euro. Damit wurde zum Ende des dritten Quartals das bisherige Rekordergebnis aus 2005 übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 93 Prozent.

Von insgesamt 368 Transaktionen mit rund 310.500 Wohneinheiten entfielen 127 Transaktionen von rund 35.700 Wohnungen auf das dritte Quartal mit einem Gesamtvolumen von 2,43 Milliarden Euro. Alleine acht Milliarden Euro entfielen auf die Übernahme der Gagfah durch die Deutsche Annington (seit dem 3.9.2015 Vonovia).

Großtransaktionen prägen das Geschehen

Das durchschnittliche Volumen pro Transaktion lag in den ersten drei Quartalen 2015 bei 51,7 Millionen Euro oder 844 Wohneinheiten. Für jede verkaufte Einheit wurden durchschnittlich rund 61.300 Euro und damit etwa acht Prozent mehr als im Vorjahresvergleich erzielt.

Rund 71 Prozent der gezählten 310.500 Wohnungen wurden im Rahmen von Großtransaktionen mit jeweils mehr als 5.000 Einheiten verkauft – 60 Prozent der gehandelten Wohnungen gehen alleine auf die Übernahmen der Deutschen Annington (jetzt Vonovia) und der Adler Real Estate zurück.

In der Größenordnung zwischen 1.001 und 5.000 Wohneinheiten wurden rund 15 Prozent der Verkäufe (47.000 Wohnungen) registriert. Transaktionen mit jeweils weniger als 50 verkauften Wohnungen erreichten mit zusammengenommen rund 4.000 Wohnungen einen Anteil von etwa einem Prozent.

Größte Umsatzanteile für deutsche Investoren und Immobilien-AGs

Deutsche Investoren stellen mit 91 Prozent die größte Käufergruppe dar. Ihr Umsatzvolumen betrug von Januar bis einschließlich September 2015 insgesamt 17,2 Milliarden Euro. Das Umsatzvolumen internationaler Investoren lag im selben Zeitraum mit neun Prozent Anteil am Gesamtvolumen bei 1,8 Milliarden Euro.

Umsatzstärkste Käufergruppe waren Immobilien-AGs mit einem Investitionsvolumen von 14,3 Milliarden Euro, was einem Anteil am Gesamtvolumen von 75 Prozent entspricht. Die Käufergruppe der Privatinvestoren und Family Offices erzielte mit 410 Millionen Euro einen Anteil von zwei Prozent am gesamten Umsatzvolumen.

B-Städte machen 69 Prozent am Gesamtinvestitionsvolumen aus

74 Prozent der gehandelten Wohneinheiten befinden sich in B-Städten, die damit einen Anteil von 69 Prozent am Gesamtinvestitionsvolumen verzeichneten. Aufgrund der höheren Preise in den Top-6-Städten, deren Anteil an den gehandelten Wohneinheiten 26 Prozent betrug, ergab sich hier ein leicht überproportionaler Anteil am Gesamtumsatz von 31 Prozent.

Prognose: Transaktionsvolumen von rund 27 Milliarden Euro erwartet

Dr. Lübke & Kelber Research geht derzeit davon aus, dass das vierte Quartal insbesondere aufgrund der voraussichtlichen Übernahme der LEG Immobilien AG durch die Deutsche Wohnen AG das Transaktionsvolumen des Gesamtjahres 2015 auf deutlich über 27 Milliarden Euro heben wird.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Investment, Wohnungsmarkt

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