| WestLB-Zerschlagung

Westimmo wandert in eine "Bad Bank"

Das war die WestLB - übrig bleibt "Portigon"
Bild: Landtag NRW

Die einst mächtige Landesbank Nordrhein-Westfalens WestLB wurde nach hohen Verlusten und milliardenschweren Rettungspaketen wie mit den europäischen Wettbewerbshütern vereinbart zum Stichtag 30.6.2012 zerschlagen. Dabei entstanden drei Teile.

Das Sparkassen- und Mittelstandsgeschäft der WestLB wurde mit 40 Milliarden Euro Bilanzsumme an die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) angedockt. Papiere der WestLB im Volumen von ungefähr 100 Milliarden Euro und die WestLB-Immobilientochter Westimmo wandern in die "Bad Bank", die bereits WestLB-Schrottpapiere abwickelt.

Restbank startet als Dienstleister unter dem Namen "Portigon"

Der restliche Teil der WestLB startet unter dem Namen "Portigon" neu durch. Das Institut, das zur Verlustabdeckung von Bund, Land und Sparkassen rund vier Milliarden Euro erhält, soll als international tätige Servicegesellschaft tätig werden. Alleiniger Eigentümer von "Portigon" ist das Land Nordrhein-Westfalen. An der Spitze der WestLB-Nachfolgerin steht deren letzter Chef, Dietrich Voigtländer.

Die Zerschlagung der Bank ist mit einem drastischen Stellenabbau verbunden. Innerhalb von fünf Jahren soll die Zahl der Vollzeitjobs von knapp 4.200 auf etwa 1.000 schrumpfen. Betriebsbedingte Kündigungen sind nur bis Ende 2012 ausgeschlossen. Etwa 500 Mitarbeiter umfasst die Westimmo, die in die Zuständigkeit der "Bad Bank" kommt.

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