21.04.2015 | Unternehmen

WestImmo steigert Nettogewinn auf 64,1 Millionen Euro

EAA hat inzwischen ihre Anteile an der WestImmo an Aareal-Tochter verkauft
Bild: Westimmo ⁄

Die Westdeutsche Immobilienbank (WestImmo) hat vor dem geplanten Verkauf an die Aareal Bank den Gewinn nach Steuern im Geschäftsjahr 2014 auf 64,1 Millionen Euro, nach 50,3 Millionen Euro im Vorjahr gesteigert. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit verbesserte sich auf 70,9 Millionen Euro gegenüber dem Wert des Vorjahres in Höhe von 57,4 Millionen Euro.

Zurückzuführen sei das unter anderem auf die Qualität des Kreditportfolios. Die Bank konzentrierte sich zudem auf das Kerngeschäft als Pfandbriefbank und kappte andere Aktivitäten.

Der Immobilienfinanzierer macht sich damit bereit für die geplante Übernahme durch die Aareal Bank. Sofern es die Behörden genehmigen, soll das Geschäft zur Jahresmitte abgeschlossen werden. Einst hatte die Westimmo zur WestLB gehört, die in der Finanzkrise schwer in Schieflage geraten war und Mitte 2012 zerschlagen wurde. Seither durfte die Westimmo, die sich auf gewerbliche Immobilienfinanzierungen spezialisiert hat, kein Neugeschäft mehr machen.

2014 arbeiteten im Durchschnitt 274 Menschen für die Bank, 20 weniger als ein Jahr zuvor. Wie viele Arbeitsplätze unterm Strich mit der Übernahme wegfallen, ist noch unklar. Die Aareal Bank hatte angekündigt, eine "signifikante Zahl" zumindest mittelfristig erhalten zu wollen.

Die WestImmo musste vor rund zwei Jahren aufgrund von Auflagen der EU-Kommission im Zusammenhang mit der staatlichen Stabilisierung des ehemaligen WestLB-Konzerns ihr Neugeschäft einstellen. Seitdem konzentriert sie sich ausschließlich auf das aktive Management ihrer Deckungsstöcke und auf Prolongationen bestehender Engagements.

In Zusammenarbeit mit der Ersten Abwicklungsanstalt (EAA), die derzeit 100 Prozent der Anteile hält, hat die WestImmo weitere Restrukturierungsmaßnahmen hinsichtlich ihrer Verkaufsfähigkeit vorgenommen. Mit der Abspaltung aller Aktiva, die nicht zu ihrer Ausrichtung als klassische Pfandbriefbank passen und deren Übertragung auf die EAA, reduzierte sich das Eigenkapital der Bank um rund 450 Millionen Euro.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden gewerbliche Immobilienkredite in Höhe von 0,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,2 Milliarden Euro) prolongiert, die Bilanzsumme ging gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Milliarden Euro zurück und belief sich zum 31.12.2014 auf 10,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 13,8 Milliarden Euro). Die Forderungen gegenüber Kunden sind vor dem Hintergrund des Rückbaus der Bestände, des fehlenden Neugeschäfts sowie der Abspaltungstransaktion gesunken, ebenso hat sich der Wertpapierbestand deutlich verringert.

Das bilanzielle Eigenkapital reduzierte sich abspaltungsbedingt auf 451,9 Millionen Euro (Vorjahr: 876,6 Millionen Euro). Im Zusammenhang mit dem Abspaltungsvorgang und zur Stärkung des Eigenkapitals wurde die Kapitalrücklage um 24 Millionen Euro erhöht.

Im Februar hat die EAA den Verkauf ihrer Anteile an der WestImmo an eine Tochtergesellschaft der Aareal Bank AG vereinbart. Abhängig von notwendigen aufsichtsrechtlichen Genehmigungen und weiteren mit dem Verkauf vereinbarten Bedingungen erwartet der Vorstand der WestImmo ein Closing zur Jahresmitte 2015.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienbank

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