09.01.2012 | Investoren

Weniger Büro-Leerstand dank starker Flächennachfrage

Die fünf größten deutschen Büromärkte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München erreichten 2011 ein Drei-Jahres-Hoch beim Flächenumsatz. Die Leerstandsquoten sind überwiegend rückläufig: Im Mittel bei knapp zehn Prozent.

Insgesamt summierte sich der Flächenumsatz auf etwa 2,85 Millionen Quadratmeter und erreichte damit knapp das im Jahr 2008 erzielte Niveau (ca. 2,9 Mio. m²). Gegenüber dem Jahr 2010 betrug das Umsatzplus nahezu sieben Prozent. „Das Rekordwachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2010 hat die Bürovermietungsmärkte im vergangenen Jahr erwartungsgemäß deutlich belebt“, bilanziert Robert Kellershohn, Managing Director Office Agency und bei Savills verantwortlich für das Bürovermietungsgeschäft in Deutschland.

Den größten Umsatzzuwachs konnte München vorweisen, wo der Flächenumsatz um mehr als 40 Prozent auf 850.000 Quadratmeter stieg. In Hamburg lag das Plus bei zehn Prozent. Einen geringfügigen Rückgang gab es in Berlin zu verzeichnen (- 3 %), Frankfurt verbuchte ein Minus von 13 Prozent. Düsseldorf, im vergangenen Jahr noch der Sieger in dieser Kategorie, musste den größten Umsatzrückgang hinnehmen (- 16 %).

Die vitale Flächennachfrage bei zugleich relativ niedrigen Flächenfertigstellungsvolumina führte mit Ausnahme Düsseldorfs in allen Märkten zu einem Leerstandsabbau. In Düsseldorf blieb die Leerstandsquote im Jahresvergleich unverändert, in allen anderen Märkten ging sie zurück. Im Mittel über alle fünf Standorte lag sie zum Jahresende 2011 bei knapp zehn Prozent, was einem Gesamtleerstand von fast 6,7 Millionen Quadratmetern entspricht.

Für 2012 rechnet Savills damit, dass die Flächennachfrage spätestens im 2. Halbjahr rückläufig sein wird, wenngleich auf hohem Niveau. „Mit Blick auf die konjunkturellen Rahmendaten ist es sehr wahrscheinlich, dass das zyklische Hoch bereits hinter uns liegt“, so Matthias Pink, bei Savills verantwortlich für das Research in Deutschland. Da jedoch die Flächenfertigstellungen in allen Märkten im aktuellen Jahr nochmals niedriger ausfallen werden als 2011, sei zumindest im 1. Halbjahr weder mit einer nennenswerten Zunahme des Leerstands noch mit einem spürbaren Rückgang des durchschnittlichen Mietniveaus zu rechnen.

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