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US-Behörden reichen Klage gegen JPMorgan ein

Klage wegen des Handels mit "faulen Wertpapieren": Auf JPMorgan kommt neuer Ärger zu
Bild: Andrea Damm ⁄

Kreisen zufolge wollen US-Behörden die Großbank JPMorgan wegen des Verkaufs von Hypothekenpapieren vor der Finanzkrise verklagen. Kalifornische Staatsanwälte werden am heutigen Dienstag die Klageschrift bei Gericht einreichen. Das teilte die Nachrichtenagentur Bloomberg mit.

Die Ermittler werfen der Bank vor, beim Verkauf von mit Hypotheken besicherten Anleihen (Mortgage Backed Securities) in den Jahren 2005 bis 2007 Gesetze gebrochen zu haben. Bank und Behörden wollten die Meldung zunächst nicht kommentieren.

In einem ähnlichen Fall hatten die Behörden bereits im August die Bank of America verklagt. Das Institut soll seinen Kunden die schlechte Qualität der in den Anleihen enthaltenen Eigenheimkredite verschwiegen haben. In der Finanz-und Wirtschaftskrise hatten viele Kreditnehmer ihre Raten nicht mehr zahlen können. Das ließ den Wert der darauf basierenden Schuldscheine einbrechen.

JPMorgan hatte im August erstmals über dieses juristische Problem informiert. Die Bank steckt in zahlreichen Rechtsstreitigkeiten. Erst am Freitag hatten mehrere Aufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien wegen des Spekulationsdebakels einer Londoner Abteilung 920 Millionen Dollar Strafe gegen das Institut verhängt. Seit 2008 hat JPMorgan nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg bereits mehr als 21 Milliarden US-Dollar für Rechtsstreitigkeiten bezahlt - so viel wie keine andere US-Bank. Mehrere weitere Ermittlungen laufen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienbank

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