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Unicredit prüft HVB-Börsengang

HBV-Verwaltungsgebäude München
Bild: Andreas Teichmann Fotografie

Die italienische Großbank Unicredit erwägt einem Bericht der "Financial Times" zufolge, Anteile ihrer deutschen Tochter Hypovereinsbank (HVB) an die Börse zu bringen. Das werde aber erst möglich sein, wenn die HVB ihr angeschlagenes Privatkundengeschäft umgebaut hat. Bis Ende 2015 will das Institut die Hälfte seiner rund 600 Filialen schließen.

Mit einem Börsengang von einem Teil der HVB-Anteile würde Unicredit dem Beispiel der spanischen Bank Santander folgen, die Minderheitsanteile von mehreren Auslands-Töchtern an der Börse notiert hat und sich davon eine bessere Bewertung verspricht.

Unicredit hatte in der vergangenen Woche einen Jahresverlust von fast 14 Milliarden Euro gemeldet. Grund waren hohe Abschreibungen und massive Rückstellungen für Kredite mit zweifelhafter Qualität. Damit wollte die Bank im Zusammenhang mit der laufenden Überprüfung der Bilanzen durch die Europäischen Zentralbank rechtzeitig reinen Tisch machen. Gleichzeitig kündigte Unicredit einen harten Sparkurs an. Um die Kapitalbasis zu stärken, soll es auch Verkäufe von Unternehmensteilen geben. Zum möglichen Verkauf von Pioneer hatte sich Unicredit-Chef Federico Ghizzoni damals nicht äußern wollen.


Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienbank

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