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IVG: Investoren prüfen Börsengang

In dem Geschäft sollen Vermögenswerte von rund 3,2 Milliarden Euro gebündelt sein, darunter "The Squaire" am Frankfurter Flughafen
Bild: © Roland Horn

Gerüchte gab es schon länger, nun scheint es Gewissheit zu werden: Der Immobilienkonzern IVG könnte an die Börse zurückkehren. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zuletzt berichtete, prüft eine Gruppe von 30 Finanzinvestoren und Hedgefonds unter der Leitung der US-Bank Goldman Sachs den Börsengang oder den Verkauf der Büroimmobiliensparte Officefirst. Die Entscheidung könnte im September fallen.

In Gesprächen loteten die Beteiligten der Zeitung zufolge aus, ob ein Börsengang mit Officefirst mehr Geld einbringen kann als der Verkauf an einen Immobilienkonzern, etwa an Alstria Office. Ein IVG-Sprecher bestätigte dem Blatt lediglich, die "Kapitalmarktfähigkeit" bis Ende des Jahres erreichen zu wollen.

Der Immobilienkonzern hatte das Kernportfolio mit Büroimmobilien 2015 ausgegliedert und den Wert des Pakets mit drei Milliarden Euro inklusive Wertsteigerungspotenzial beziffert. Das "Handelsblatt" berichtete bereits damals, dass ein Börsengang der Sparte nicht ausgeschlossen sei.

Zu dem zu verkaufenden Geschäft gehört auch "The Squaire" am Frankfurter Flughafen. Wegen dieses Großobjekts war die einst größte deutsche Immobilienfirma IVG 2013 in Schieflage geraten, wurde insolvent und wurde 2014 von der Börse genommen.

Nicht in Officefirst enthalten sind demnach die mehr als 70 unterirdischen Gas- und Öl-Speicherstätten von IVG bei Wilhelmshaven. Die Energiespeicher gelten als schwer kalkulierbar und sind deswegen nicht Teil des zu verkaufenden Pakets.

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Schlagworte zum Thema:  Börsengang, Immobilienkonzern

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