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Nach Rücktritt von Manuela Better: HRE sucht neuen Chef

Manuela Better: Die HRE-Chefin hat die Bank verlassen
Bild: HRE

Nach dem überraschenden Rücktritt von HRE-Chefin Manuela Better sucht die verstaatlichte Immobilienbank nach einem Nachfolger. Wie lange dies dauern werde, konnte ein Sprecher am Mittwoch in München nicht sagen. Better hatte nach dem Streit um die Abwicklung der Hypo-Real-Estate-Tochter Depfa die Bank verlassen.

Better, die auch Chefin der HRE-Kernbank Deutsche Pfandbriefbank (pbb) ist, habe die Aufsichtsräte beider Gesellschaften gebeten, sie mit sofortiger Wirkung von ihren Pflichten als Vorstand zu entbinden, hieß es in einer Mitteilung des Instituts vom späten Dienstagabend.

Die Managerin hatte über Monate den Verkauf der irischen Bank verfolgt, kurz vor dem Abschluss hatte sich der Bund als Eigentümer aber unerwartet für eine Abwicklung des Instituts entschieden. Das Bundesfinanzministerium hatte die Entscheidung im Mai damit begründet, dass eine Abwicklung für den Steuerzahler das bessere Ergebnis verspreche.

Der damalige Dax-Konzern HRE hatte die Depfa im Jahr 2007 für fünf Milliarden Euro gekauft. In der folgenden Finanzkrise riss die Tochter den Mutterkonzern beinahe in den Abgrund, die HRE wurde vom Bund gerettet und verstaatlicht.

Einem "Spiegel"-Bericht zufolge hatte Better in einem Brief an den Bankenrettungsfonds Soffin vor einer Destabilisierung der Depfa gewarnt. Die Aufsichtsbehörden in den USA und Irland seien wegen der Depfa-Abwicklung beunruhigt. Auch werde der Verlust in diesem Jahr höher ausfallen als erwartet. Die Mitarbeiter empfänden zudem die Abwicklung als feindliche Übernahme durch die staatliche Bad Bank FMS Wertmanagement (FMSW). Diese müsse nun schnell die Verantwortung bei der Depfa übernehmen.

Am Montag hatte Better noch die Zahlen der pbb zum ersten Quartal vorgestellt. Demnach hatte das Vorsteuerergebnis im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 38 Millionen Euro zugelegt. Auch bei der Jahresprognose sieht sich die Bank im Plan. Angepeilt ist ein Vorsteuergewinn von mindestens 140 Millionen Euro. Das wäre zwar etwas weniger als im Vorjahr (165 Mio Euro), doch hatte 2013 ein Immobilienverkauf das Ergebnis in die Höhe getrieben. Die HRE wickelt nach der Rettung durch den Staat und größeren Umbauten ihre Geschäfte inzwischen unter dem Dach der pbb ab. Der Bund muss die HRE bis 2015 wieder verkaufen.

Das Neugeschäft der pbb hatte im ersten Quartal mit 1,6 Milliarden Euro in etwa auf Vorjahresniveau gelegen. Die Bank verwies auf ein intensiveres Wettbewerbsumfeld. Sie verdient ihr Geld unter anderem mit der Finanzierung großer Immobilienprojekte, bietet inzwischen aber auch Tages- und Festgeldkonten für Privatanleger.

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