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Commerzbank wächst im Privatkundengeschäft

Im Privatkundengeschäft ist die Commerzbank auf Wachstumskurs
Bild: Commerzbank/Julia Schwager

Das Privatkundengeschäft der Commerzbank hat deutlich zugelegt: In den ersten beiden Monaten 2014 hat die Bank netto 24.000 neue Kunden angeworben. Im gleichen Zeitraum 2013 waren es 16.000. Das sagte Bereichsvorstand Michael Mandel. Vor allem sei im Januar und Februar das Volumen in der Baufinanzierung und der Vermögensverwaltung gewachsen.

Insgesamt hatte die Commerzbank im vergangenen Jahr 245.000 Kunden gewonnen. 

"Auch mit der Profitabilität können wir in Summe ganz zufrieden sein", so Mandel. Trotz elf Millionen Kunden hatte die Sparte seit der Übernahme der Dresdner Bank 2008 nie die Erwartungen erfüllt und war zwischenzeitlich bedrohlich nah an die Verlustzone geraten. Mit einer massiven Offensive samt umfangreicher Werbung und neuen Filialmodellen will das Institut das Ruder herumreißen. Bis 2016 soll die Kundenzahl um eine Million steigen. Operativ will die Bank in der Sparte dann rund eine halbe Milliarde Euro verdienen.

Das vergangene Jahr lief schon trotz des harten Wettbewerbs besser als erwartet. Der operative Gewinn der Sparte blieb mit 225 Millionen Euro praktisch stabil. Ursprünglich hatte der Vorstand nur ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet.

Als nächsten Schritt der Strategie nimmt die Commerzbank nun Geschäftskunden ins Visier. Dazu zählen etwa Freiberufler wie Ärzte und Anwälte sowie Handwerker oder Landwirte. Sie sollen künftig unter anderem viel schneller Kreditzusagen bekommen. Dazu erhalten die Berater in den Filialen mehr Entscheidungskompetenz. Ihre Prozesse verschlankt die Bank nach eigenen Angaben stark.

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