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Aareal Bank steigert Gewinn und will Dividende auszahlen

Die Aktie legte im frühen Handel knapp ein Prozent zu
Bild: BirgitH ⁄

Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank hat den operativen Gewinn 2013 um knapp 13 Prozent auf 198 Millionen Euro gesteigert. Mit einem starken vierten Quartal (58 Millionen Euro) übertraf die im MDax notierte Gesellschaft die Erwartungen von Analysten. Die Aktie legte im frühen Handel knapp ein Prozent zu. Erstmals seit der Finanzkrise erhalten die Anleger eine Dividende: Pro Aktie gibt es 75 Cent.

Der Konzerngewinn kletterte im Gesamtjahr 2013 auf 93 Millionen Euro (2012: 85 Mio. EUR); davon entfielen 27 Millionen Euro auf das vierte Quartal. Getragen wurde die positive Entwicklung nach Auskunft des Unternehmens vor allem von einem deutlichen Anstieg des Zinsüberschusses, der sowohl im Gesamtjahr mit 527 Millionen Euro (Vorjahr: 486 Mio. EUR) als auch im vierten Quartal mit 147 Millionen Euro (Q4/2012: 116 Mio. EUR) deutlich zulegte.

Das Neugeschäft erreichte mit einem Volumen von 10,5 Milliarden Euro (2012: 6,3 Mrd. EUR) den höchsten Wert seit 2007. Es lag damit deutlich über der im vergangenen Herbst auf mehr als acht Milliarden Euro angehobenen Prognose.

Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung der Aareal Bank AG werden am 21. Mai die Ausschüttung einer Dividende von 0,75 Euro je Aktie vorschlagen. Das Unternehmen kündigt zudem eine Dividendenpolitik an, nach der zirka 50 Prozent des nach IFRS Grundsätzen festgestellten Konzerngewinns je Geschäftsjahr ausgeschüttet werden sollen.

Aareal Bank will nach Rekordgewinn mehr

In diesem Jahr soll das Betriebsergebnis auf 370 bis 390 Millionen Euro steigen. Darin enthalten ist ein Sondereffekt aus der angekündigten Übernahme des Konkurrenten Corealcredit. Bereinigt um diesen einmaligen Beitrag soll der operative Gewinn noch auf 220 bis 240 Millionen Euro zulegen.

Die Wiesbadener profitieren im Tagesgeschäft weiter davon, dass sie nach der Finanzkrise auch dank der aufgenommen Staatshilfe früher als viele Konkurrenten wieder mehr Geld für Gewerbeimmobilien zur Verfügung stellten. Sie konnten sich dabei auf Top-Lagen konzentrieren und höhere Zinsen durchsetzen. Das treibt nun den Gewinn. Damit macht die Bank auch die Folgen der vorsichtigen Anlagestrategie für ihre liquiden Mittel wett. Mangels Alternativen parkt die Bank einen Großteil ihrer Barbestände bei der Europäischen Zentralbank, wofür es praktisch keine Zinsen gibt.

Auch wenn der Wettbewerb wieder zunimmt, lässt die Bank im Neugeschäft nicht nach. Im Schlussquartal legte das Institut sogar noch einmal deutlich zu. Insgesamt wurden 2013 Kredite in einem Umfang von 10,5 Milliarden Euro ausgegeben, so viel wie seit 2007 nicht mehr und über vier Milliarden Euro mehr als 2012. Damit übertrafen die Wiesbadener auch die erst im Herbst angehobene eigene Prognose von acht Milliarden Euro. Dabei profitierte die Bank von der lockeren Geldpolitik der Notenbanken.

Ganz abgehakt hat die Aareal Bank die Finanzkrise noch nicht. Das Unternehmen hat weiter eine stille Einlage des Bankenrettungsfonds Soffin in den Büchern. Wegen der Dividende an die Aktionäre müssen sie auch mehr für die Staatshilfe zahlen. Für jede 18 Cent Dividende pro Aktie steigt der Zinssatz von 9 Prozent um 0,5 Prozentpunkte. Insgesamt kostete die Einlage die Bank im vergangenen Jahr 24 Millionen Euro.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienbank, Dividende

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